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Broken House. Düstere Ahnung von Gillian Flynn


Original: " What Do You Do?" / 2014, S. Fischer Verlag64 Seiten, gebunden, Übersetzer /-in :  Christine Strüh, eine Story, ★★★★☆ 4 von 5 Sterne, hier kaufen als Buch oder eBook
Die junge Nerdy hatte es bislang nicht leicht im Leben und bestreitet ihren Lebensunterhalt mit Wahrsagerei und sexuellen Dienstleistungen. Sie verdient nicht schlecht – meistens erzählt sie den Leuten genau das, was sie hören wollen. Bis sie Susan Burke trifft. Susan lebt in Carterhook Manor, einem alten viktorianischen Haus aus dem Jahr 1893, zusammen mit ihrem Mann, ihrem Sohn und ihrem Stiefsohn Miles. Susan ist völlig verängstigt, denn sie ist davon überzeugt, dass ein böser Geist von Haus und Stiefsohn Besitz ergriffen hat. Nerdy soll kommen und das Haus davon befreien. Die junge Frau glaubt weder an Geister noch an sonstige übernatürliche Dinge, aber hier bietet sich die Chance, sehr viel Geld zu verdienen. Aber als sie das Haus zum ersten Mal betritt und auch Miles trifft, fühlt sie es auch: Hier spukt kein Geist, hier lauert etwas Anderes. Etwas absolut Böses. Etwas, das töten will. 

E I N E   S T O R Y   M I T   P O T E Z I A L

Broken House ist mein erstes Buch der Autorin Gillian Flynn. Ich entschied mich diese Kurzgeschichte der Autorin als eine Probe zu lesen, um mich letztendlich entscheiden zu können ob ich auch die anderen ihrer Bücher lesen möchte.
Zu Beginn des Buches wird unsere Protagonistin Nerdy, dessen wirklicher Name nie enthüllt wird, sehr ausführlich ausgeführt. Was auf einen ersten Blick als sehr unwichtig und langweilig scheint, entpuppt sich im Verlauf der Geschichte als sehr wichtig. Denn letztendlich ist die im Buch erzählte Lebensgeschichte von Nerdy die Vorlage der ganzen Geschichte, die Basis, ohne die das Buch wahrscheinlich gar nicht existiert hätte. So bekommen wir die benötigten Hintergrundinformationen, in einem ziemlich genau passendem Maße auf einem silbernen Tablet von der Autorin serviert.
Die am Anfang noch recht normale bis fast langweilige Geschichte, entwickelt sich recht schnell zu einer sehr spannenden und gruseligen. Gillian Flynn weiß, wie sie den Leser verwirren soll und an der Nase herumführen soll. Trotz der Dünne des Buches findet man einige Überraschungen wieder. Wenn man glaubt, dass etwas endlich aufgeklärt und logisch dargelegt wird, entdeckt man, dass eigentlich alles nur ein Ablenkungsmanöver der Autorin war und man eigentlich gar nichts hat. So wird der ursprüngliche Gedanke durch eine neue Version ersetzt und das Spiel fängt von vorne an.
Das sehr überraschende und offene Ende, konnte mich leider nicht so überzeugen und kam mir ziemlich unlogisch vor. Vor allem das offene Ende lässt mich ziemlich unbefriedigt zurück.
Meiner Meinung nach hatte die Geschichte eher das Potenzial eines Buches mit mehreren hundert Seiten als das einer Kurzgeschichte.




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