Blogging Renate: Das Ende einer Ära

Donnerstag, Dezember 07, 2017


Ich lass es einfach raus und rede es mir von der Seele - aber lasst es mich bitte zu Ende erklären, okay?
Mit dem neuen Jahr wird es kein Blogging Renate mehr geben.

Macht euch bitte keine Sorgen, ich bin noch nicht fertig mit dem Bloggen, nein. Ich lasse nur mein Blogging Renate los und erfinde mich neu.

Seit ich meinen Blog gestartet habe, hat sich vieles in meinem Leben verändern, ich habe mich verändert. Vieles ist seitdem passiert, so vieles, dass ich die ganzen Ereignisse gar nicht kurz fassen kann - außer ich bleibe bei vieles ist seitdem passiert. Vor allem im letzten Jahr hat sich in meinem Leben einiges verändert und in dieser Zeit habe ich mich auch verändert. Ich bin heute ein völlig anderer Menschen, eine völlig andere Renate als die, die 2014 Blogging Renate gestartet hat.

Ich habe mich als Mensch, professionell und in allem was dazwischen hingehört, weiter entwickelt. Meine Interessen sind weit über Bücher hinaus gewachsen, aufgrund einer handvoll sehr bedeutsamer Lebensereignisse.

Aus diesem Grund und auf Grund einiger technischer Probleme, die mir im letzten halben Jahr immer wieder zum Verhängnis geworden sind, habe ich mich entschieden weiter zu gehen, die Seite umzublättern und ein neues Kapitel zu beginnen - und ich hoffe, dass ihr weiterhin für die Fahrt mitkommen werdet.

Ihr habt bestimmt bemerkt, dass in der letzten Zeit der Blog-Inhalt auf sich warten lässt und das auf Grund meines geheimen Projekts. Ich arbeite zusammen mit meinem Freund an einem neuen Blog - unserem gemeinsamen Blog - den wir am 1. Januar online stellen werden.


Sunday Boulevard wird die wichtigsten Säulen unseres Leben vorstellen. Bücher, Serien, Filme, Spiele, Organisation, Beauty, Reisen, Photography und vieles mehr.
Wir haben lange überlegt ob Lukas als Gelegenaheitsrezensent und Mitwirkender auf meinem Blog einsteigen soll, allerdings wären so viele Konflikte entfacht worden und wir hätten uns das Leben einfach nur schwerer gemacht. Zusammen einen neuen Blog zu startet, ist die perfekte Lösung, aber auch eine Idee die mich sehr begeistert und freut.
Vieles von diesem Blog werdet ihr auf Sunday Boulevard  wieder finden, die vielfältigen Bücherbesprechungen aus unterschiedlichsten Genres, das Shakespeare - Projekt, die Inspiration Beiträge und zahlreiche Freebies für Desktop und Handy.
Hinzukommen werden allerdings noch weitere Bereich die mich interessieren, wie Organisation, Beauty & Lifestyle, Bereiche die meinen Freund Lukas interessieren wie zum Beispiel Play Station- und Brettspiele , Film- und Serienrezensionen, Film- und Serien-Tipps und selbstverständlich Bereiche, die uns beide betreffen wie zum Beispiel Reisen und die Photographie.

Also Prost, Leute!
Auf neue Anfänge, weitere Entwicklungen und noch mehr Geschichten.

Ich hoffe, ihr werden weiterhin mit mir, mit uns auf die Reise gehen - und ich hoffe, dass ihr euch einen Moment Zeit nehmt, um eure Gedanken, Vorschläge und euer Feedback mit mir zu teilen, um mir zu helfen, den neuen Blog zu einem besseren täglichen Ziel für euch zu machen.

Ich danke euch unendlich für eure anhaltende Unterstützung und Liebe! Es bedeutet die Welt für mich!

Noch einen fröhlichen Tag wünscht euch,
Renate x

Zu Ende Gelesen | Die Desillusion von Literatur

Montag, Dezember 04, 2017


Seit langem habe ich nicht mehr so viele Bücher an einem Stück gelesen, die sich als so klare Reinfälle erwiesen. Nach dem ich lange überlegt habe, ob ich euch diese Bücher vorstellen soll und wie ich es tun soll, denn es kommen nicht genug Wörter zusammen für eine Buchbesprechung, habe ich mich für diese Form von Beitrag entschieden. Die folgenden Bücher erwiesen sich für mich als echte Desillusionen der Literatur, nichtsdestotrotz möchte ich euch diese Bücher vorstellen ohne viele Wörter darüber verlieren zu müssen. 

Babylon von Yasmina Reza*

Ein Buch über einen Mord, der lange auf sich warten lässt und eher sich mich unwichtigen Nebenerzählungen beschäftigt. Als ich dachte, dass das Buch doch noch Fahrt aufnimmt, starb der letzte Funken Hoffnung, brutal ertrunken in Erzählungen zum Thema Vorhänge. Ein Roman, der trotz dem einladenden Klappentext, sich als ein große Enttäuschung für mich herausstellte.

 Grand Hotel Angst von Emma Garnier*

Die Intention der Autorin, einem alten leerstehenden Hotel, das tatsächlich existiert hat, wieder ein bisschen Leben einzuhauchen endete mit Anarchie. Grand Hotel Angst bietet eine ausgelaugte Geschichte ohne jegliche Art von Grusel. Viel mehr kam es mir so vor, als würde die Autorin überhaupt keine Ahnung haben was sie eigentlich mit der Geschichte erreichen wollte, ob es ein Krimi, Thriller, Horror oder Drama werden soll. Mann findet ein Gewirr an Genres und ein Ende ohne Hand und Fuß vor.


Lola von Julia Estève*

Die Protagonistin, ein junge Frau die sich durch das Leben - und Paris - vögelt und  an deren Füßen einen großen Anzahl an Männern liegt. Um nichts weiteres geht es mehr oder weniger in diesem kurzen Büchlein. In keinem Buch habe ich je so viel Frust und Selbsthass und das ohne jegliche Entwicklung oder Lösung der Charaktere erlebt. Eine grobe Beleidigung an alle Frauen und das weibliche Geschlecht!



Vielleicht geht es euch genauso oder habt ihr eine der Bücher geliebt?
Lasst es mich in den Kommentaren wissen.

*Vielen Dank an den Hanser, Penguin und Rowohlt Verlag für die Bereitstellung eines Leseexemplars!

American War von Omar El Akad

Sonntag, November 26, 2017


Original: "American War"/2017, S. Fischer Verlag*, 448 Seiten, gebunden, Übersetzer/-in: Manfred Allié, Gabriele Kempf-Alliém, ★★★★☆ 4 von 5 Sterne, hier kaufen als Buch oder eBook

B E Ä N G T I G E N D,  R Ü T T E L N D,  M I T R E I S E N D

'American War' - das Buch der Stunde. 'Ein gewaltiger Roman', schreibt die renommierteste Literaturkritikerin der USA, Michiko Kakutani. Ein Roman über den nächsten amerikanischen Bürgerkrieg und das dramatische Schicksal einer Familie. Was wird sein, wenn die erschütternde Realität der Gegenwart - Drohnenangriffe, Folter, Selbstmordattentate und die Folgen von Umweltkatastrophen - mit aller Gewalt in die USA zurückkehrt? Vor diesem Hintergrund entfaltet Omar El Akkad mit großer erzählerischer Kraft den dramatischen Kampf der jungen Sarat Chestnut, die beschließt, mit allen Mitteln für das Überleben zu kämpfen. 'American War' ist in den USA ein literarisches Ereignis, das schon jetzt mit Cormac McCarthy 'Die Straße' und Philip Roth 'Verschwörung gegen Amerika' verglichen wird.

American War ist ein dystopischer Roman über den nächsten amerikanischen Bürgerkrieg, der von seiner Handlung her nicht besonders abwegig erscheint.
Der Roman punktet mit einem spannenden , teilweise brutalen und sehr erschreckenden Setting, denn er spielt weit genug in der Zukunft, dass es vorstellbar ist, dass die allgemeine Umweltverschmutzung auf grausame Weise seinen Tribut fordert, jedoch nicht weit genug um den Leser davon überzeugen zu können, dass es einen selbst nicht betreffen wird. Somit wirkt die Story sehr glaubhaft und der Autor schaffte somit, dass ich mich währen der ganze Lektüre sehr unwohl fühlte und der ein oder andere Schauer über meinen Rücken lief. 
Der Roman stellt den Leser vor eine erschreckende Zukunft die er sich auch vorstellen kann. Hunger, Flüchtlingslager, bombenwerfende Drohnen, Folter, Selbstmordattäter, Terrorismus, ein ganzes Spektrum an Grausamkeit und Brutalität.
American War ist kein Roman den man mal nebenbei lesen kann. Dafür ist die Thematik zu heftig. Man gerät beim Lesen des öfteren ins Stocken und eine Pause von dem Grauen wird benötigt. 
Der Schreibstil  ist flüssig, leicht und verständlich. Zu Beginn des Buchs war es etwas schwierig zu verstehen wer jetzt gegen wen und warum Krieg führt, mit der Zeit verschwinden diese Linien aber und der Autor zeichnet ein klares und erschreckendes Bild über ein Amerika im Jahr 2075.



Der Roman begann erst kurz nach den ersten 100 Seiten richtig interessant zu werden. Ich hatte das Gefühl, dass die vorherigen Seiten vom Autor benötigt wurden um das Schreckensszenario aufzubauen und dem Lesern begreiflich zu machen. Für mich zieht sich dieser Teil etwas langsam dahin und dadurch wurde meine Vorfreude auf das Buch etwas gedämpft. Die Zeit mit Sarah im Flüchtlingslager bewies sich dann als spannender. Nichtsdestotrotz, mit zunehmender Lesedauer erscheinen mir die Figuren mehr und mehr als Mittel zum Zweck für die düsteren Zukunfstvisionen des Autors. Mir fehlte die Bindung zu den Protagonisten.
Dennoch hat American War es geschafft mich zu berühren und mich zum Nachdenken anzuregen. Dem Autor gelingt es hervorragen ein sehr düsteres und erschreckendes Zukunftsbild zu beschreiben. Man kann sich das zerrüttete Amerika und die ständig lauernde Gefahr die im Buch dargestellt wird sehr gut vorstellen und verfolgt deshalb fasziniert den Verlauf der Handlung. Das was im Buch beschrieben wird scheint gar nicht so abwegig wie man es eigentlich von einer Dystopie kennt und deshalb hat man beim Lesen das ungute Gefühl, dass es tatsächlich dazu kommen könnte.
Wenn man die Entwicklung Amerikas im Moment verfolgt, kommt es oft beim Lesen vor, dass man denkt, dass das was Omar El Akad in seinem Buch beschreibt gar nicht mehr so weit in der Zukunft liegt.  Für die eine oder andere Katastrophe wurden die Wege ja schon mehr oder weniger gelegt. Man möchte fast beten, dass dies nicht so eintrifft.
Ein Roman der mich trotz seinem schweren Start, den gelegentlichen Längen und der kalten Beziehung zu den Charakteren, sehr bewegt und sehr nachdenklich zurückgelassen hat. Von daher kann ich das Buch nur Empfehlen. Denn letztendlich genau wie bei jedem Buch das ich hier empfehle, muss sich jeder eine Meinung für sich bilden.


* Vielen Dank an den Fischer Verlag für die Bereitstellung eines Leseexemplars!

Wein und Haschisch von Charles Baudelaire

Sonntag, November 19, 2017


Original: "Du vin et du haschisch"/1851, MANESSE Verlag*, 228 Seiten, Übersetzer/-in: Melanie Walz, gebunden, ★★★★★ 5 von 5 Sterne, hier kaufen als Buch oder eBook

E I N   K L E I N E R   L I T E R A R I S C H E N   G E N U S S

Wer Charles Baudelaire ausschließlich als Verfasser der dunkel-brillanten Gedichte aus «Die Blumen des Bösen» kennt, lässt sich ein wahres Lesevergnügen entgehen. In seinen geist- und pointenreichen Essays vergleicht Baudelaire die unterschiedlichen – und nicht gleichermaßen empfehlenswerten – Wirkungen von Wein und Haschisch, gibt jungen Schriftstellerkollegen Tipps zum Umgang mit Gläubigern, schildert seine Begeisterung nach der ersten Aufführung einer Wagner-Oper in Paris oder erteilt Ratschläge, wie man das Glück in der Liebe finden kann. In dieser exklusiven Zusammenstellung in Neuübersetzung begegnet uns der feinsinnige Ästhet als ironischer Lebenskünstler, als hellsichtiger Literaturkritiker und als wortmächtiger Protagonist der Pariser Boheme. 



Wein und Haschisch, ist eine kleine Sammlung von Essays die teilweise zu Lebzeiten Charles Baudelaures erschienen. Der provokante Titel des Buches erweckte in erster Linie meine Aufmerksamkeit, aber nicht nur. Auch das kleine Bändchen, welches mit bordeauxrotem Samt und goldenen Folien verziert ist, versprach einen literarischen Genuss.
Die Zusammenstellung der Essays ist harmonisch und ausgewogen. Dabei geht es, wie schon im Titel angedeutet, um Wein und Haschisch, aber auch um andere Thematiken, wie Liebe, Musik, Gott und die Welt und nicht zu vergessen Flauberts Emma. Insgesamt sechs Essay zu verschiedenen Themen, die allesamt etwas mit Sucht und Genuss zu tun haben.


Ich lese sehr gerne und philosophiere selber in eigenen Kreisen über das Leben und die Welt. Diese kleine Sammlung an Essays war für mich eine sehr abwechslungsreiche und erfrischende Lektüre, die mir vielen Stoff zum Nachdenken geboten hat. In einem lockeren Schreibstil philosophiert Charles Baudelaire über ein unterhaltsames und anregendes Repertoire an Themen und das zu lesen ist ein wahres Erlebnisse für Befürworter von Philosophie.
Nach Beendung dieses Bändchen hat man viel über Gott und die Welt nachzudenken.
Wein und Haschisch sollte im Regal jeder Literaturliebhaber zu finden sein und es eignet sich perfekt als Geschenk für alle, die die Freude an Musik, Literatur oder anderen berauschenden Genüssen des Lebens zu schätzen wissen.

* Vielen Dank an den MENASSER Verlag für die Bereitstellung eines Leseexemplars!

Wie viel sollte ich am einen Tag lesen? Diese Studien haben einige Antworten für die ideale Zeitmenge

Samstag, November 18, 2017


Laut einem Artikel des Time Magazine aus dem Jahr 2014 lesen die Amerikaner nur 19 Minuten pro Tag. Diese Statistik stammt aus einer Studie der Bureau of Labor Statistics aus den Vereinigten Staaten. Laut dieser Studie lesen jüngere Amerikaner, im Alter von 25 bis 34, nur vier Minuten am Tag - während amerikanische Erwachsene über 75, jeden Tag bis zu einer Stunde lesen.

Als Literaturliebhaberin, bin ich der Meinung, dass die ideale Zeit, die man jeden Tag mit Lesen verbringen müsste, grundsätzlich jede Minute ist. Aber das ist ziemlich unrealistisch, da wir noch daran denken müssen, dass wir Rechnungen zu bezahlen haben und dafür arbeiten gehen müssen, essen müssen, Wäsche waschen und so weiter und sofort. Daher bin ich der Meinung, dass man mindestens so viel Zeit mit Lesen verbringen soll wie einem zur Verfügung steht. Und das ist mit Sicherheit mehr als vier Minuten am Tag, egal wie beschäftigt man ist. Aber abgesehen von den nationalen Statistiken und persönlichen Vorlieben, gibt es tatsächlich eine von der Wissenschaft unterstützte Anzahl an Minuten, die man jeden Tag lesen sollte. Schließlich wissen wir bereits, dass Lesen hilft. Es verbessert das Gedächtnis und  die kognitiven Funktionen, erhöht die Empathie und reduziert Stress, verbessert die sozialen Fähigkeiten und nicht nur Ihre Intelligenz wird erhöht, sondern auch Ihre Lernfähigkeit. Um diese Vorteile zu genießen, braucht man bestimmt mehr als vier Minuten am Tag.

Es können auch nur 30 Minuten pro Tag sein.

Als Teil der jährlichen Health and Retirement Study der University of Michigan untersuchten die Forscher, wie viele Stunden pro Woche Probanden - über 3.600 Männer und Frauen über 50 - jede Woche lesen. Auf der Grundlage ihrer Antworten stellten die Forscher fest, dass Personen, die nur 30 Minuten pro Tag lesen, durchschnittlich zwei Jahre länger leben als ihre Altersgenossen, die dies nicht taten.

Aber, dass waren 30 Minuten pro Tag, über mehrere Jahre.

Die Studie wurde über einen Zeitraum von 24 Jahren durchgeführt. Sie können also nicht jeden Tag 30 Minuten lesen und erwarten, dass sie automatisch zwei Jahre länger leben werden. Um diesen Ziel zu erreichen, müssen sie jeden Tag 30 Minuten - oder zumindest fast jeden Tag - lesen für mindestens 12 Jahre. Besser beginnen Sie ihren Stapel an ungelesenen Büchern abzuarbeiten.

Und es gibt noch einen weiteren Vorbehalt: was Sie lesen, ist wichtig!

In der Tat zeigte dieselbe Studie, dass der Nutzen dieser 30 Minuten nur bei Personen beobachtet wurde, die Belletristik, Sachbücher, Gedichte oder literarische Prosa gelesen haben. Die Probanden die nur Zeitungen oder Zeitschriften gelesen haben, haben schlechter abgeschnitten.

Die Geschwindigkeit, mit der Sie lesen, könnte auch wichtig sein.

In einem Artikel aus dem Jahr 2012 zitierte Brett Nelson, ein Mitwirkender des Forbes-Magazins, einen von Staples gesponserten Speed-Reading-Test, der zeigte, dass der durchschnittliche amerikanische Leser 300 Wörter pro Minute liest, ohne auf Verständnis zu verzichten. Diese Zahl hat er dann in verschiedene Medien aufgeteilt: Zeitungen und Blogs, Zeitschriften, Bücher, E-Mails und Texte. Betrachtet man die Zahlen, argumentiert Nelson, so stellt man fest, dass ein Leser, der Texte mit durchschnittlich 300 Wörtern pro Minute liest, jeden Tag zwei Stunden für seine tägliche Menge an Zeitungen, Zeitschriften, Büchern und anderen geschriebenen Texten braucht. 

Die Regel sind jedoch für Jugendlichen unterschiedlich. 

Eine Liste von Hinweisen der Universität in Albany empfahl, dass Kinder durchschnittlich Zwischen 15 und 20 Minuten pro Tag lesen sollten. Die Idee dahinter ist, dass Kinder so ihre Lese- und Lernausdauer aufbauen.

Die Moral der Geschichte: jeden Tag lesen!

Egal, ob es 30 Minuten pro Tag oder mehr als zwei Stunden sind, der Schlüssel ist, jeden Tag in einem Buch zu lesen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Verbesserung der Intelligenz und des emotionalen Intelligenzquotienten, Stressreduktion und eine durchschnittlich längere Lebensdauer der Leser gegenüber den Nicht-Lesern. Was bedeutet, dass Sie noch mehr Zeit zum Lesen haben werden. Für mich hört sich nach einer Win -Win- Situation an.

Leselaunen #17

Mittwoch, November 08, 2017


Hallo, da es wieder Mittwoch ist, ist es mal wieder Zeit für die Leselaunen Aktion. Seit Wochen freue ich mich auf diesen Tag und auf diese tolle Aktion. Für die neu dazugekommenen unter euch, Leselaunen ist eine Aktion die einmal in der Woche, Mittwochs, statt findet und ist eine Art Zustandsbericht über mein Leseverhalten und andere Kleinigkeiten, die in meinem Leben passieren und welche ich mit euch teilen möchte.Von Novembertochter ins Leben gerufen, findet die Leselaunen Aktion seit einiger Zeit, hier auf meinem Blog statt.
Aber trotz der Freude die mir diese Aktion bereitet, habe ich mich aus Gründen des Zeitmanagements dazu entschieden, die Aktion Tabea von Buchbunt Blog zu übergeben. Somit findet die Aktion ab nächster Woche auf Tabeas Blog statt.

M E I N   A K T U E L L E S   B U C H



Meine Aktuelle Lektüre ist Grand Hotel Angst von Emma Garnier, dass in Italien im Frühling des Jahres 1899 spielt. Die junge Nell reist mit ihrem Mann Oliver an die ligurische Küste, um in Bordighera ihre Flitterwochen zu verbringen. Das Paar logiert im luxuriösen Grandhotel Angst. Nell ist von dem großartigen Gebäude, dem exotischen Hotelpark und dem Blick aufs funkelnde Meer fasziniert. Doch zu ihrer Überraschung kennt Oliver nicht nur bereits das Personal und einige Gäste, sie scheinen auch Geheimnisse zu teilen.
Ein tolles Buch mit dem ich am Abend sehr gut abschalten kann und das mir sehr gut gefällt. Die Geschichte hat die passende Menge an Spannung und Nervenkitzel. Der leicht-lockere Schreibstil mach das Buch zu der perfekten Abendlektüre. 

M O M E N T A N E   L E S E S T I M M U N G

Meine momentane Lesestimmung befindet sich auf einen Höhepunkt und ich hoffe wirklich, dass ich mit diesen Zeilen den besonderen Zauber nicht zerstören werde. Jeden Abend, vor dem Schlafengehen lese ich 25 bis 50 Seiten. Das freut mich sehr, denn seit sehr langer Zeit hatte ich nicht eine so gute Lesestimmung wie momentan. 

Z I T A T   D E R   W O C H E
November ist asking you if you're physically, mentally and emotionally
ready to enter a new phase in your life.

U N D   S O N S T   S O

Wieso stottere ich immer in diesem Punkt und wieso fällt mir so schwer Dinge aus meinem Leben mit euch zu teilen? 
Ich bin einfach so froh aus der Blaupause zurück gekehrt zu sein, mein Blog hat mir besonders in den letzten ein-einhalb Wochen so sehr gefehlt. Ich habe so vieles vorbereitet, dass ich garnicht weiß, wann ich das alles mit euch teilen werde. Buchbesprechungen, Kolumnen, Inspiration und Lifestyle Beiträge, auch einige Freebies sind auf dem Weg, ein neues Projekt sowie viele andere spannende Beiträge an denen ihr, wie ich hoffe, gefallen findet werdet. 

T E I L N E H M E N ?





Oktober

Montag, November 06, 2017


Hallo. Ich bin froh darüber, aus meinem Blogurlaub zurückgekehrt zu sein und starte heute mit meinem Monatsrückblick für den Oktober. Da ich im Oktober nicht so aktiv war, möchte ich euch einige Einblicke in meinen Monat gewähren. Der Oktober war für mich ein durchwachsener Monat, obwohl professionell alles super lief ist mein persönliches Leben in einen völliges Chaos geraten. Ein Hindernis nach dem anderen trat in mein Leben ein und somit befand ich mich schon Anfang des Monats in einem Schlamassel mit dem starken Gefühl, dem Ganzen nicht gewachsen zu sein und es nicht Händeln zu können. Genau deshalb entschied ich mich eine Blogpause zu machen, um mehr Zeit für mich zu haben und die Menschen in meiner Umgebungen. Einige Beziehungen musste dringend und akut gepflegt werden und mit der Blogpause tat ich das Beste, um mein Leben wieder in den Griff zu kriegen. 
Erst gegen Ende des Monats zogen sich die Gewitterwolken aus meinem Leben zurück. Somit konnte ich einige entspannte und ruhige Tage genießen, bevor der Monat zu Ende ging. Am letzten Wochenende im Oktober bin ich zusammen mit meinem Freund nach Berlin gefahren, für ein langes Wochenende. Wir durften vier wunderschöne Tage erleben. Wir haben die Ägypter Ausstellung im Neuen Museum besucht, sind Stunden lang durch die Geschäfte auf der Friedrichstraße gebummelt, haben uns eine Leckerei in unserem Lieblings Kaffee - Starbucks - gegönnt und abschließend noch mehr Stunden in Dussmann das Kulturkaufhaus stöbernd verbracht. Ein wunderschönes Wochenende, dass trotz des schlechten Monats mir lange in Erinnerung bleiben wird. 

B Ü C H E R

Als wäre alles nicht schon genug im Chaos, hatte ich auch noch eine leichte Leseflaute. Ich hatte im Oktober kaum bis gar keinen Lust zum lesen. Nachdem ich gleich am Anfang des Monats Lola beendet hatte, kam in mir das Gefühl auf, dass ich mit kein anderes Buch mehr voran komme. Und somit war die Leseflaute auch schon vorprogrammiert. Erst gegen Ende des Monats kriegte ich mich einigermaßen wieder ein, und beendete  - auch wenn es sehr dünn ist - Liebe Ijeawele... Wie unsere Töchter selbstbestimmte Frauen werden von Chimamanda Ngozi Adichie und startete kurz hinterher Grandhotel Angst von Emma Garnier. Ich weiß nicht wieso ich nicht wieder zu Swingtime von Zadie Smith gegriffen habe, obwohl mich das buch sehr angesprochen hat. 


H Ö R B Ü C H E R

Hörbücher hatten diesen Monat auch kein Chance bei mir. Ich habe keines neu angefangen aber auch keiner der Angefangenen beendet. 

F I L M E  &  S E R I E N 

Für Filme und Serien schauen und auf der Couch gammeln hätte ich im Oktober einen Preis bekommen können. Dies war meine Lieblingsbeschäftigung sobald ich nach der Arbeit Zuhause ankam. Ich habe vier neue Serien angefangen, zwei davon alleine und zwei zusammen mit meinem Freund. 

Starten wir mal mit Sleepy Hollow, die Serie die ich auf die Bitte meines Freundes hin angefangen habe und bei der wir noch bei der dritten Folge feststecken. Ich bin mir immer noch nicht sicher ob ich diese Serie liebe oder verabscheue. Vielleicht ein bisschen von beidem. Für mich persönlich ist Sleepy Hollow eine Serie die ich vorzugsweise nicht Abends schauen sollte, wenn man nich möchte, dass ich das ganze Wohnungshaus zusammen schreie. Und da ich Tagsüber arbeite und nur Abends Zeit habe Serien zu gucken ist das eine ziemlich schlechte Kombination. 

House of Cards ist die andere Serie, welche ich mit meinen Freund zusammen angefangen habe, dieses mal allerdings auf meine Bitte hin. Ich habe die ersten paar Staffeln schon gesehen deshalb ist die Serie für mich noch ein bisschen öde, aber ich freue mich auf dem Moment, wenn ich dort ankomme wo ich es abgebrochen habe. 

Alleine habe ich Bates Motel und  Queen of the South angefangen und beide Serien habe ich nach wenigen Folgen nicht mehr weiter geschaut. Hier geht es mir genau wie mit dem Buch von Zadie Smith Swint Time. Obwohl mir beide sehr gut gefallen haben, habe ich sie trotz alledem nicht weiter geschaut. Mal sehen, ich halte euch in jeden Fall darüber in meine Currently watching auf dem laufenden.   

D E R  A U S B L I C K

Ich kann nur hoffen, dass der November sich nichts vom Oktober abgekuckt hat und einige schönere und entspanntere Momente mit sich bringt. Obwohl mein Kalender nur so vor Terminen platzt und einen aufregenden Monat verspricht, hoffe ich auf einige schöne Momente die mich mit Freude erfüllen und mir positiv im Gedächtnis bleiben. 

Eine 4 wöchige Blogpause

Montag, Oktober 09, 2017


Hallo. Wie schon in meinem letzten Beitrag der Leselaunen Aktion angedeutet, habe ich mich entschieden aus persönlichen Gründen eine vierwöchige Blogpause zu nehmen. Ich habe momentan mit ziemlich vielen Dingen in meinem Alltag und meinem persönlichen Leben zu kämpfen. Dinge die aus dem Ruder geraten sind und ich wieder in Ordnung bringen will. Und deshalb brauche ich einige Zeit für mich und meine Familie. Deshalb werde ich mir den nächsten vier Wochen, also von 9.10. bis 6.11., eine Pause nehmen vom Bloggen. Nichtsdestotrotz werde ich weiterhin auf meinen Social Media Kanälen wie Instagram, Twitter und Co. aktiv sein, euch Leseupdates sowie auch das einen oder anderen Einblick in mein Leben geben.

Natürlich werde ich in dieser Zeit lesen und einiges weiter planen, denn viele tolle Sachen die ich in dieser Zeit machen wollte, werden jetzt geschoben. Nach der Blogpause erwarten euch nicht nur zahlreiche Buchbesprechungen, einen neuer Beitrag zu den von mir momentan angeschauten Serien, sondern auch vieles mehr. Aber vor allem wird ein tolles Gewinnspiel mit zahlreichen Gewinnmöglichkeiten statt finden.

Bis zum nächsten mal passt gut auf euch und euren Bücher auf!

Mensch, Rüdiger! von Sven Stricker | Gastrezension à la Leselaunen

Sonntag, Oktober 08, 2017

Original:"-"/2017, Rowohlt Verlag, 416 Seiten, Übersetzer/-in: -, broshiert, ★★★★★ 5 von 5 Sterne, hier kaufen als Buch oder eBook

Ich bin Neri, 29 Jahre alt und schreibe normalerweise für Leselaunen. Hier möchte ich die Chance nutzen, auf dem Blog von der lieben Renate eine Rezension zu verfassen und somit vielleicht auch einige von ihren Lesern kennen zu lernen und euch von einem meiner letzten Bücher zu berichten. Vielen Dank an Renate, für diese Möglichkeit.

Man muss auch mal loslassen können.
Rüdiger ist Lehrer. Verheiratet, Cordhose, 2 Kinder. Für den Rest der Welt ist er nahezu unsichtbar. An seinem 40. Geburtstag, mitten im Unterricht, merkt er, dass er sein bisheriges Leben nicht mehr erträgt. Er steht auf und geht. 
Tom hatte vor Jahren einen Bestseller. Danach: Schreibblockade, Lebensblockade. Jetzt sitzt er im Supermarkt an der Kasse, von Ohnmachtsanfällen heimgesucht, und hilft biologisch verteuerter Landwurst übers Laufband. Bis es auch ihm reicht.
Rüdiger und Tom treffen sich auf einer Talbrücke. Beide wollen die Welt hinter sich lassen. Am Ende aber beschließen sie: Fünf Tage lang werden sie testen, ob das Leben nicht vielleicht doch noch lebenswert ist.


Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen dürfen und war auch von Beginn an in der Geschichte gefangen. Die beiden Protagonisten des Buches werden sehr detailreich dargestellt und es gelingt leicht, sich mit ihnen zu identifizieren. Der Umstand ist mir beim Lesen besonders wichtig, denn nur dann habe ich Lust dranzubleiben, weiterzulesen.
Rüdiger ist Lehrer, verheiratet und hat Kinder. Tom ist erfolgloser Autor und arbeitet im Supermarkt. Die beiden haben eines gemeinsam: ihre Depressionen. Eines Tagen treffen sich beide auf einer Brücke, um das Leben hinter sich zu lassen. Dort beschließen sie, ihrem Leben noch eine Chance zu geben. Fünf Tage sollen es sein, die darüber entscheiden, ob es sich lohnt, am Leben zu bleiben.

Sowohl im Berufs-, als auch im Privatleben könnte es für beide besser laufen. Im Großen und Ganzen führen Unzufriedenheit beide in ihre Depression. Was mir besonders gefällt ist, dass das Buch voller Humor steckt. Die Krankheit wiegt beim Lesen nicht schwer, sondern schafft im Gegenteil – eine Leichtigkeit – die die Probleme von Tom und Rüdiger sehr wohl ernst nimmt, sie aber nicht zu sehr in den Mittelpunkt stellt.
Ich mag den Schreibstil des Autors Sven Stricker, weil er authentisch ist und fließend. Die Dialoge der Charaktere sind meist amüsant, wenn auch oftmals die Geschichten tragisch sind. Die Mischung aus Tragik und Komik ist hier sehr gelungen und das macht es für mich zu einem ganz besonderen Buch. Lebensbejahend und traurig-schön. Eine ganz klare Leseempfehlung.

New York von Megan Hess

Freitag, Oktober 06, 2017


Original: "New York Through a Fashion Eye" / 2016, Prestel Verlag*, 208 Seiten, gebunden, Übersetzer/-in: Christine Schnappinger,  ★★★★★ 5 von 5 Sterne, hier kaufen als Buch

E R L E B E   N E W   Y O R K   À   L A   C A R R I E   B R A N D S H A W

Spätestens seit der Kultserie »Sex and the City« ist klar, dass für It-Girls (und solche, die es werden wollen) an New York kein Weg vorbeiführt. Ob auf der Fashion Week, in den neuesten Hotspots oder direkt auf der Straße: Im Big Apple werden Trends gesetzt, die sich auch jenseits des großen Teichs in Windeseile durchsetzen. Kein Wunder also, dass die Stadt, die niemals schläft, zu den absoluten Traumzielen von Fashionistas aus aller Welt zählt. Für den perfekten Überblick in der Style-Metropole hat Megan Hess einen ganz besonde-ren Guide zusammengestellt: Mit launigen Illustrationen verrät die gefragte Modezeichnerin ihre persönlichen Lieblings-Locations in den Shopping-Areas uptown und downtown. Darunter finden sich nicht nur die großen Namen der internationalen Mode- und Designszene, sondern auch so mancher Insidertipp, der in keinem anderen Reiseführer verzeichnet ist. Und weil selbst die hartgesottenste Shopping-Queen irgendwann mal eine kleine Pause braucht, gibt es neben den besten Einkaufsadressen auch jede Menge Tipps für hippe Bars, Cafés und Restaurants, Hotels mit traumhaften Spas oder entspannende Spaziergänge durch den Park.


New York ist eine abenteuerliche literarische Reise in die Stadt die niemals schläft. Das Buch ist zauberhaft illustriert und voller Informationen die einen in den Kosmos des New York Lebens à la Carrie Brandshaw einführen. Es macht Spaß, gerade deshalb weil es einem das gehobene Leben in New York so nahe bringt und uns die Zeit voller Intensität und Phantasie erahnen lässt.
Es bereitet einem eine ausgesprochene Freude in diesem Buch zu blättern, um sich entweder auf den nächste Besuch in der Stadt die niemals Schläft vorzubereiten oder einfach so zwischen durch. Die knappe Ausführung und die klare Aufteilung macht New York zu dem perfekten Buch für schnelle Informationen.


Spätestens nach dem man diese interessante Einladung in Form eines Buches gelesen hat, beschließst man nach New York muss man unnedingt hin. Die tollen Illustrationen bringen den Leser New York zum greifen nah, wenn man die Augen schließt, sieht man die von Leben pulsierende Stadt vor sich. 
In den vier Hauptkapiteln gibt es so unfassbar viele Insidertipps, die allesamt bezaubern illustriert sind. 
Eine erfrischende und lebhafte Reise, perfekt für diejenigen von euch, die die Stadt wie eine Carrie Brandshaw erleben wollen. Aber auch das perfekte Geschenk für wirkliche Fans der Stadt oder des Lifestyle-Gefühls.

* Vielen Dank an den Prestel Verlag für die Bereitstellung eines Leseexemplars!

Leselaunen #16

Mittwoch, Oktober 04, 2017


Da es wieder Mittwoch ist, ist es mal wieder Zeit für die Leselaunen Aktion. Für die Neulinge unter euch, Leselaunen ist eine Aktion, die einmal in der Woche, Mittwochs, statt findet und eine Art Zustandsbericht über mein Leseverhalten und andere Kleinigkeiten, die ich mit euch teilen möchte, ist. Von Novembertochter ins Leben gerufen, findet die Leselaunen Aktion seit zwei Woche hier auf meinem Blog statt. 

M E I N   A K T U E L L E S   B U C H


Meine Aktuelle Lektüre ist Grand Hotel Angst von Emma Garnier, dass in Italien im Frühling des Jahres 1899 spielt. Die junge Nell reist mit ihrem Mann Oliver an die ligurische Küste, um in Bordighera ihre Flitterwochen zu verbringen. Das Paar logiert im luxuriösen Grandhotel Angst. Nell ist von dem großartigen Gebäude, dem exotischen Hotelpark und dem Blick aufs funkelnde Meer fasziniert. Doch zu ihrer Überraschung kennt Oliver nicht nur bereits das Personal und einige Gäste, sie scheinen auch Geheimnisse zu teilen.

M O M E N T A N E   L E S E S T I M M U N G

Meine momentane Lesestimmung ist ziemlich schwer zu beschreiben, seit ich Gestern Lola von Julie Estève beendet habe, habe ich das Gefühl, dass ich mich auf dem Rand einer tiefen Leseflaute balanciere. Ich habe schon Lust zu lesen, aber ich weiß nicht genau was und kein Inhalt irgendeines Buches kann meinen literarischen Geist befriedigen. 

Z I T A T   D E R   W O C H E
Be grateful for every difficult moment, failure and challenge. They'll shape you more than any win or effortless encounter.

U N D   S O N S T   S O

Momentan passiert in meinem Leben gar nichts und doch so viel. Ich habe einfach das Gefühl, dass obwohl alles gut läuft ich nichts richtiges tue. Ich habe momentan mit ziemlich vielen Dingen in meinem Alltag und meinem persönlichen Leben zu kämpfen, deshalb denke ich darüber nach, ob ich für ein oder zwei Wochen einen Blogurlaub nehmen soll um mich auf die Dinge zu konzentrieren die mir im Leben am wichtigsten sind und einiges für mich klar zu stellen. Ich merke selber, dass ich mit den Beiträgen auf dem Blog nicht so hinterher komme wie ich es mir wünschen würde und dadurch baue ich mir selber Druck auf, welchen ich momentan nicht unbedingt haben möchte und auch nicht brauche. Mein Blog ist ein Hobby, ich hab ihn ins Leben gerufen, weil mir das Spaß gemacht hat und ich will das nicht mit unnötigen Druck und Stress zerstören. 

T E I L N E H M E N




Sag kein Wort von Raphael Montes

Montag, Oktober 02, 2017


Original: " Dias perfeitos"/ 2014, Limes Verlag*, 320 Seiten, Übersetzer/-in: Kirsten Brandt,gebunden mit Schutzumschlag, ★★★★★ 5 von 5 Sterne, hier kaufen als Buch oder eBook

E I N   B R I L L I A N T E R   T H R I L L E R 

Téo Avelar ist Einzelgänger. Er hat nur wenige Freunde, und am wohlsten fühlt er sich im Seziersaal. Echte menschliche Gefühle bringt er nur für sein dortiges Studienobjekt auf – bis er Clarice begegnet. Téo ist davon überzeugt: Sie ist die Frau seines Lebens. Er beginnt, sie zu verfolgen, macht ihr Geschenke, ist geradezu besessen von ihr. Als Clarice ihn abblitzen lässt, greift Téo zu extremen Mitteln, um ihre Zuneigung zu gewinnen: Er entführt sie, hält sie gefangen. Nichts und niemand soll seinem glücklichen Leben mit Clarice in die Quere kommen ...



Wow! Mit diesem einzigen Wort habe ich das Buch nach der letzten Seite zugeklappt. Um etwas von Anfang an klar zu stellen, dieses Buch ist nichts für jemanden mit schwachen Nerven. Ich persönlich empfinde die Thematik Stalking ein sehr spannendes und interessantes Thema, deshalb zog mich das Buch in erster Linie auch sehr an. 
Der Anfang geht sehr schnell, der Leser wird schnell in die Geschehnisse eingeführt und lernt die Protagosniten kennen. Keiner der Protagonisten ist mir sympathisch geworden. Obwohl der Hauptprotagonist Téo am Anfang auf mich keinen gefährlichen Eindruck gemacht hat, eher den einer bizzaren, absonderlichen Persönlichkeit, ist mir das Gegenteil bewiesen worden. Ich würde den Téo, unseren Protagonist auch nicht gleich als das Böse in Person bezeichnen, aber er erwies sich letztendlich auf jeden Fall als eine Person, die ich nicht gerne in meinem Umfeld haben würde. 


Sag kein Wort macht dann genau so rasant weiter, wie von Anfang an gewohnt, ein Horrorszenario folgt auf das nächste und man fliegt einfach durch die Seiten. Oft ist man über die Geschehnisse schockiert und ein Schauer läuft einem den Rücken runter. Das Buch ist nicht sehr dick aber dafür passiert eine Menge. Allerdings durch die minimale Anzahl an Protagonisten kann man das Buch einfach auf sich wirken lassen, ohne viel nachdenken zu müssen. 
Der flüssige Schreibstil und die spannenden Szenen tragen dazu bei, dass es dem Leser schwer fällt das Buch aus der Hand zu lassen. Die Kapitel haben die perfekte Länge, so das man sich immer sagen kann, dass man nur noch einens schnell lesen möchte bevor man in die Realität zurückkehrt. 
Das Ende übertraf dann aber meine Vorstellungskraft und trat mit einem wahnsinnigen Überraschungseffekt auf mich. So war ich mir sicher, dass in diesem Buch eine geniale Menge an Fantasie und Irrsinn steckt, die meiner Meinung nach zu einem Thriller dazugehören muss.
Sag kein Wort ist absolut kein Buch für schwache Herzen, allerdings ein wahres Erlebnis für Thriller Fans.

* Vielen Dank an den Limes Verlag für die Bereitstellung eines Leseexemplars!

Buchpassion | Liebliengsautorinnen und -Autoren

Freitag, September 29, 2017


#Buchpassion ist eine gemeinsame Onlineaktion veranstaltet von Janine von Kapriziös für Autoren, Blogger, Leser und Unternehmen der Buchbranche wie beispielsweise Verlage. Jeder kann mitmachen und das auf unterschiedlichste Art und Weise! Das großes Ziel der Aktion ist Nicht- oder Wenigleser auf Bücher und das Lesen aufmerksam zu machen, aber auch von dem einem oder anderen Buch oder Autor zu begeistern.
Herzstück von #buchpassion ist die Blog- und Webseitenparade und die unterschiedlichen Artikel zum Motto der Aktion, Lieblingsautorinnen und -autoren. 

Nachdem ich schon letzten Jahr diese Aktion gespannt verfolgt habe, habe ich mich dieses Jahr spontan entschieden mitzumachen. Wie schon oben erwähnt steht die Aktion dieses Jahr im Zeichen der Lieblingsautoren, so das ich euch in den nächsten Zeilen meinen Liebliengsautor vorstellen werde. Aber natürlich bin ich auch sehr gespannt darauf, über was meine Blogkollegen so bloggen werden. Eine Liste der Teilnehmer findet ihr bei Kapriziös auf dem Blog. Eine weitere gute Gelegenheit  andere Literaturliebhabern zu entdecken und Literaturliebe zu teilen.

Für mich gibt es nur DEN einen Autor zu dem ich immer greifen würde, unabhängig von meinen Stimmungen und Launen und das ist der Meister der Grauens, Stephen King. 
Ich werde hier keine Komplattbiographie von King wieder geben, dass kann jeder für sich selber nachlesen und sich darüber informieren. Mir geht es um meine persönlichen Hintergründe und wie es zu den King- Phänomen kam, dem ich schließlich nach Jahren auch verfallen bin. 


Stephen Edwin King wurde am 21. September 1947 in Portland, Maine geboren. Sein Vater, Donald King und seine Frau Nellie Ruth hatten zwei Jahre zuvor Kings älteren Bruder David gleich nach der Geburt adoptiert, da es den Anschein hatte, dass sie keine Kinder bekommen konnten. 1949 ging Kings Vater buchstäblich mal eben Zigaretten holen und wurde nie wieder gesehen, wenngleich seine Frau schwört, ihn Jahre später in einer Nachrichtensendung als Söldner im Kongo erkannt zu haben. Heute vermutet King, dass sein Vater tot ist, da ihn sonst der Reichtum seines Sohnes angelockt hätte. In seiner Kindheit sieht sich Stephen häufig Fantasy und Science-Fiction Filme im Kino an. Diese Filme prägen seine Vorliebe für Horrorgeschichten. Damals ist Stephen ein schwerfälliges, unsicheres Kind, das ständig Angst hat, sich lächerlich zu machen. In Mittelpunkt seiner drei Romane Amok, Carrie und Christine stehen ausgegrenzte Heranwachsende voller Komplexe, die Probleme mit dem anderen Geschlecht haben.
Kurz danach entdeckt Stephen auf dem Dachboden seines Hauses einen Karton mit Science-Fiction- und Horrorbüchern, die seinem Vater, einem Hobbyschriftsteller, gehört hatten, sowie Erzählungen, die dieser verfasst hatte. King berichtet später, dass dies für ihn wie eine Offenbarung gewesen sei.


In seiner seit über 40 Jahren andauernden Karriere als Schriftsteller hat Stephen King ein schier unendliches Universum erschaffen. Er spielt mit Dimensionen die ich von keinem anderen Autor in diesen Maßen kenne. Dimensionen durch die man gleichzeitig, fasziniert, entsetzt, angeekelt und berauscht wird. Stephen King war meiner Meinung nach der erste Autor der ganz geschickt das Grauen in die Normalität und in den Alttag geholt hat. Er schafft gewöhnliche Lebewesen und Gegenstände aus dem Alltag jedes Menschen sehr sehr böse werden zu lassen, was oftmals viel gruseliger ist als ein Serien- oder Maßenmörder. Somit schafft er, dass man sich nicht mehr wohl fühlt in seiner eigenen Haus. Ich bin oft schockiert, zum Teil wegen der Entsetzlichkeiten die sich in den Büchern ereignen und zum anderen durch meine eigenen Gedanken dabei. Ich bin oft schier entsetzt über meine eigene Brutalität, der ich beim Lesen von Stephen Kings Büchern unbewusst freien Lauf lasse. Eine Leistung die heutzutage wenige bis kaum andere Schriftsteller erreichen, so viele Empfindungen und Gefühle in dem Leser gleichzeitig zu wecken. Er schafft in seinen Büchern eine Illusion von Sicherheit, eine Trügerisches Bild von Geborgenheit, das sich oft gegen den Leser selbst wenden kann. Stephen King ist für mich ein absoluter Meister seines Faches, der unglaublich guten Horror schreiben kann, aber auf seine ganz eigene Art und Weise. 


Eine der schönsten Legenden um die literarischen Anfänge von Stephen King behauptet, dass die Studentin Tabitha King, verheiratet mit dem damaligen Englischlehrer Stephen King, das Manuskript zu einen Horror Roman im Papierkorb findet und ihren Ehemann dazu überredet dieses Werk namens Carrie fertig zu schreiben und einigen Verlagen zu reichen. Da sich zu Beginn der 70er Jare keine für neue phantastische Geschichten interessierte, weil Autoren wie Brandbury, Bloch, Dahl oder Straub den Markt schon abdeckten, hatte der Autor große Mühe seine Texte bei den Verlangen unterzubringen, denn niemand interessierte sich für einfache, triviale Horrorgeschichten. Das wir heute die Meisterwerke dieses besonderen Schriftstellers lesen können, verdanken wir einem junger Lektor des Doubleday Verlags aus New York, der das dünne Bändchen mochte. Das Wunder geschah, und es sollte das Leben der Familie King, die bis vor kurzem in einem Wohnwagen hauste, entscheidend verändern: Der Doubleday Verlag verkaufte über 13 000 Exemplare von Carrie als Hardcover, für das Buch eines Anfängers eine bemerkenswerte Anzahl. Die erste Taschenbuchauflage eines King Buchs, ging fast Zweieinhalbmillionen Mal über die Ladetecken der Buchhandlungen in den USA. Ein Kritiker des Chicago Tribune  war der Erste, der die Frage nach einem Phänomen King zur Diskussion stellte. Carrie zusammen mit Kings anderen Büchern und deren zahlreichen Übersetzungen erreichen eine gedruckte Gesamtauflage von über 200 Millionen Exemplaren weltweit - nur die Bibel läuft noch besser!
Carrie trug seinem Schöpfer schnell den Ruf eines Edgar Allan Poe des 20. Jahrhunderts ein. 
Fast alle Bücher von Stephen King werden in Deutschland aktuell von dem Heyne Verlag heraus gegeben. 

Ich hoffe ich konnte euch diesen außergewöhnlichen Autor etwas näher bringen, zur Edition Lieblingsautor von der Buchpassion Aktion passt er für mich hervorragend.

Die Wellington Saga: Versuchung von Nacho Figueras

Montag, September 25, 2017


Original: "High Season"/2016, Blanvalet Verlag*, 416 Seiten, Übersetzer/-in:Veronika Dünninger, broshiert, ★★★★☆ 4 von 5 Sterne, hier kaufen als Buch, eBook oder Hörbuch

E I N E   L O C K E R   L E I C H T E   L I E B E S G E S C H I C H T E

Champagner und Jetset interessieren die junge und kluge Tierärztin Georgia nicht. Daher stimmt sie wenig begeistert zu, ihren besten Freund zu einem der glamourösen Reitturniere in Wellington, Florida, zu begleiten. Ausgerechnet Alejandro, der unglaublich attraktive älteste Sohn des mächtigen Del Campo Clans, wirft dort ein Auge auf sie und zieht sie wie ein Sturm in eine Welt, in die Georgia so gar nicht zu passen scheint. Doch er ist kein Mann, der ein Nein akzeptiert ...


Als ich dieses Buch startete habe ich nicht viel erwartet, außer eine locker-leichte Geschichte mit leichten Erotik-Akzenten. Und ich muss im Nachhinein ehrlich zugeben, dass ich nach langer Zeit auch genau das bekommen habe was ich erwartet hatte.
Ich bin gut in die Geschichte reingekommen und das Buch konnte mich auch schon von Anfang an mitnehmen, obwohl die Geschichte meiner Meinung nach ein bisschen gebraucht hat bis sie richtig in Fahrt gekommen ist.
Ich hatte meine Bedenken am Anfang, ein Buch zu lesen, das teilweise von Pferden handelt. aber letztendlich hat es mir sehr gut gefallen, dass wir nicht nur die Beziehung im Vordergrund hatten, sondern auch die Tiere. Ich fand die Beschreibungen und den Umgang der Tiere sehr gut umgesetzt.


Natürlich bedient auch dieses Buch einige Klischees, was bei der inzwischen großen Menge der Bücher dieses Genre selbstverständlich ist. Allerdings fand ich gut, dass die Erotik einen nicht zu großen Anteil im Buch einnahm, sondern eher im Hintergrund gehalten wurde. 
Der  lockere und leichte Schreibstill lässt sich flüßig lesen und ist sehr angenehm. Nachdem ich die Startschwierigkeiten überwunden hatte, habe ich eine Seite nach den anderen Gelesen ohne eine Ahnung davon zu bekommen bis ich mich dem Ende nährte. Was mir besonders gefallen hat, ist die tolle Atmosphäre beim Lesen, voller Romantik und Erotik und die kurzen Kapitel die sich schnell lesen ließen. 
Es war eine locker-leichte Liebesgeschichte mit einem Touch Erotik, die mich begeistern konnte.

* Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für die Bereitstellung eines Leseexemplars!

Gott, hilf dem Kind von Toni Morrison

Sonntag, September 24, 2017


Original: "God Help the Child" / 2014, Rowohlt Verlag, 208 Seiten, Übersetzer/-in: Thomas Piltz, gebunden mit Schutzumschlag, ★★★★☆ 4 von 5 Sterne, hier kaufen als Buch

F R E U N D S C H A F T ,   V E R L U S T   U N D   L Ü G E N 

Keine andere Autorin hat über die Jahrzehnte hin den Rassenkonflikt in Amerika so konsequent und leidenschaftlich beschrieben wie die Literaturnobelpreisträgerin Toni Morrison. "Gott, hilf dem Kind" setzt den mit "Jazz" begonnenen Zyklus fort, in dem Morrison die Situation der Schwarzen in den USA beleuchtet. Ein weiterer großer Roman der im Kampf gegen Rassismus engagierten Autorin.
Lula Ann ist ein so tiefschwarzes Baby, dass ihre Mutter Sweetness bei der Geburt fast zu Tode erschrickt und der Vater die junge Familie auf der Stelle verlässt, weil er nicht glauben kann, dass dieses Kind von ihm ist. Sweetness erzieht Lula Ann zu Gehorsam und Unterwürfigkeit, nur nicht auffallen, aus Angst vor rassistischen Angriffen.
Doch die heranwachsende Tochter sträubt sich gegen die verordnete Angepasstheit. Sie ändert ihren Namen, in Bride, kleidet sich in provokant strahlendes Weiß, macht Karriere bei einer Kosmetikfirma, verliebt sich in einen geheimnisvollen Mann und befreit sich auf ihre Weise von der Vergangenheit.
Zwei starke Frauen, zwei verschiedene Lebensentwürfe, in dem Versuch, sich zu schützen und gleichzeitig zu behaupten. Ein Roman, der zur Weltliteratur gehört.




Auf dieses Buch war ich besonders gespannt, weil es mein erster Toni Morrison Roman war und schließlich ist die Autorin schon mit dem Literaturnobelpreis gekrönt worden. Ich bin erstaunt, mit welcher Leichtichkeit die Autorin ein Bild von unserer Gesellschaft zeichnete, dass unfassbar erschüternd ist und geprägt von tiefverwurzeltem Rassismus und Kindesmissbrauch in jeder möglichen Form.
In ihrem neuen, kurzen aber sehr dichten Roman voller überraschender Wendungen, werden in wechselnden Perspektiven die Geschichten von Menschen erzählt, die alle unter einem dunklen Geheimnis aber auch unter ihrer Vergangenheit zu leiden haben. 
Gott, hilf dem Kind ist ein Buch voller Altersweisheiten, in dem es neben immer noch wirksamen Folgen des Rassismus in den USA auch um Verantwortung und um menschliche Fehlbarkeit und Schuld geht. Dabei präsentiert Toni Morrison dem Leser die verschieden Facetten des afroamerikanischen Selbsthasses, aber auch die Schatten einer schwarzen Kindheit. 
Wir begegnen vier verschiedenen Ich-Erzählerinnen, die zunächst lose Fäden verteilen, die sich erst später für dem Leser zu einem sinnvollen Ganzen zusammenfügen. Und natürlich gibt es auch eine Liebesgeschichte. Auch der Mann trägt, wie unsere Protagonistin, ein Kindheitstrauma mit sich herum, das dazu führt, dass die Beziehung in die Brüche geht. 


Der leichtfüßig Schreibstil mildert die Härte der Geschichte einigermaßen ab, sie verliert aber dadurch nicht ihre Wirkung. Ein angenehmer und leicht zu lesender Roman, welcher stilistisch ausgesprochen gut aufgebaut ist und dem jegliche Tiefpunkte in denen sich der Leser langweilen könnte fehlen. Ein Stück großartige Literatur, dass sich als berührend, traurig, authentisch und sehr realitätsnah erweist.
Gott, hild dem Kind ist ein Buch, dass uns Allen zeigt, welche Dämonen in uns schlummern, welche Hypotheken auf uns, ob bewusst oder unbewusst, lasten können. Wie man damit umgeht und wie und wann man los lässt.
Obwohl es Themen wie Freundschaft, das Mutter sein, Verlust, Lügen und die verschiedenen Facetten der Wahrheit aus den unterschiedlichen Perspektiven angesprochen werden, wurde dies meiner Meinung nach nur an der Oberfläche angeschnitten. Zugegebenermaßen liest sich der Roman dadurch leichtfüßig, nichtsdestotrotz fehlt die Tiefe im Bezug auf die verschiedenen Figuren aus deren Perspektiven erzählt wird. Ich finde das Buch dennoch empfehlenswert, denn es muss doch nicht immer literarische Schwerkost sein.


Murder Park von Jonas Winner | Gastrezension à la Leselaunen

Freitag, September 22, 2017


Original: "-"/2017, Heyne Verlag*, 416 Seiten, Übersetzer/-in: -, broshiert, ★★★★★ 5 von 5 Sterne, hier kaufen als Buch, eBook oder Hörbuch

Ich bin Neri, 29 Jahre alt und schreibe normalerweise für Leselaunen. Hier möchte ich die Chance nutzen, auf dem Blog von der lieben Renate eine Rezension zu verfassen und somit vielleicht auch einige von ihren Lesern kennen zu lernen und euch von einem meiner letzten Bücher zu berichten. Vielen Dank an Renate, für diese Möglichkeit.

B E T R E T E N   A U F   E I G E N E N   G E F A H R

Zodiac Island vor der Ostküste der USA: ein beliebter Freizeitpark – bis dort ein Serienmörder drei junge Frauen auf bestialische Weise tötet. Der Täter Jeff Bohner wird schnell gefasst, der Park aber geschlossen. Die Schreie der Opfer scheinen vergessen zu sein. 20 Jahre später: Die Insel soll zur Heimat werden für den Murder Park – eine Vergnügungsstätte, die mit unseren Ängsten spielt. Paul Greenblatt wird zusammen mit elf weiteren Personen auf die Insel geladen. Und dann beginnen die Morde.


Ein Vergnügungspark. Ein Thriller. Diese beiden Stichworte haben anfangs gereicht, um mich vollends für das Buch zu begeistern. Natürlich wusste ich da noch nicht, wie es mir tatsächlich gefallen würde, jedoch war das Interesse sofort geweckt. Das Cover, bestehend aus einem Negativ, tat sein Übriges um mir den Entschluss, das Buch lesen zu wollen, zu erleichtern. 

Die Beschreibung ist schon Faszination pur. Gruseliger geht´s kaum. Ich bin dem Thriller-Genre sehr zugeneigt, weswegen der Klappentext mich sofort in den Bann gezogen hatte. Irgendwie musste ich kurz an bekannte Horror-Trilogien á la "Halloween" oder "Scream" denken. Weniger auf die Handlung, als viel mehr auf die lange Zeit zwischen den Morden bezogen. Jonas Winner schaffte es mit seinem fesselnden Schreibstil, mich immer wieder mitzureissen. Ich würde so weit gehen zu sagen, dass ich seine Art zu schreiben außergewöhnlich finde.


Die Handlung selbst wird durch die Interviews mit den zwölf Beteiligten perfekt ergänzt. So entsteht nie Langeweile und es fiel mir schwer, das Buch wegzulegen. Die Suche nach dem Mörder allein, verspricht schon Spannung, aber besonders reizvoll ist die Tatsache, dass ich zu keiner Zeit einen Täter im Kopf hatte. Jeder konnte es sein. Wenn es dem Autor gelingt, die Geschichte so zu verpacken, dass ich als Leser lange nicht weiß, wer es war, dann ist die Handlung gelungen.

Mir gefiel auch das Zitat von Edgar Allan Poe am Anfang des Buches und die Datumsanzeigen vor und in den Kapiteln. Das Nachvollziehen fiel damit um einiges leichter. Großartig fand ich, wie erwähnt, die Interviews. Das macht das Buch so besonders.

*Ich bedanke mich beim Autor Jonas Winner und dem Heyne-Verlag für das Rezensionsexemplar!

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