Eine 4 wöchige Blogpause

Montag, Oktober 09, 2017


Hallo. Wie schon in meinem letzten Beitrag der Leselaunen Aktion angedeutet, habe ich mich entschieden aus persönlichen Gründen eine vierwöchige Blogpause zu nehmen. Ich habe momentan mit ziemlich vielen Dingen in meinem Alltag und meinem persönlichen Leben zu kämpfen. Dinge die aus dem Ruder geraten sind und ich wieder in Ordnung bringen will. Und deshalb brauche ich einige Zeit für mich und meine Familie. Deshalb werde ich mir den nächsten vier Wochen, also von 9.10. bis 6.11., eine Pause nehmen vom Bloggen. Nichtsdestotrotz werde ich weiterhin auf meinen Social Media Kanälen wie Instagram, Twitter und Co. aktiv sein, euch Leseupdates sowie auch das einen oder anderen Einblick in mein Leben geben.

Natürlich werde ich in dieser Zeit lesen und einiges weiter planen, denn viele tolle Sachen die ich in dieser Zeit machen wollte, werden jetzt geschoben. Nach der Blogpause erwarten euch nicht nur zahlreiche Buchbesprechungen, einen neuer Beitrag zu den von mir momentan angeschauten Serien, sondern auch vieles mehr. Aber vor allem wird ein tolles Gewinnspiel mit zahlreichen Gewinnmöglichkeiten statt finden.

Bis zum nächsten mal passt gut auf euch und euren Bücher auf!

Mensch, Rüdiger! von Sven Stricker | Gastrezension à la Leselaunen

Sonntag, Oktober 08, 2017

Original:"-"/2017, Rowohlt Verlag, 416 Seiten, Übersetzer/-in: -, broshiert, ★★★★★ 5 von 5 Sterne, hier kaufen als Buch oder eBook

Ich bin Neri, 29 Jahre alt und schreibe normalerweise für Leselaunen. Hier möchte ich die Chance nutzen, auf dem Blog von der lieben Renate eine Rezension zu verfassen und somit vielleicht auch einige von ihren Lesern kennen zu lernen und euch von einem meiner letzten Bücher zu berichten. Vielen Dank an Renate, für diese Möglichkeit.

Man muss auch mal loslassen können.
Rüdiger ist Lehrer. Verheiratet, Cordhose, 2 Kinder. Für den Rest der Welt ist er nahezu unsichtbar. An seinem 40. Geburtstag, mitten im Unterricht, merkt er, dass er sein bisheriges Leben nicht mehr erträgt. Er steht auf und geht. 
Tom hatte vor Jahren einen Bestseller. Danach: Schreibblockade, Lebensblockade. Jetzt sitzt er im Supermarkt an der Kasse, von Ohnmachtsanfällen heimgesucht, und hilft biologisch verteuerter Landwurst übers Laufband. Bis es auch ihm reicht.
Rüdiger und Tom treffen sich auf einer Talbrücke. Beide wollen die Welt hinter sich lassen. Am Ende aber beschließen sie: Fünf Tage lang werden sie testen, ob das Leben nicht vielleicht doch noch lebenswert ist.


Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen dürfen und war auch von Beginn an in der Geschichte gefangen. Die beiden Protagonisten des Buches werden sehr detailreich dargestellt und es gelingt leicht, sich mit ihnen zu identifizieren. Der Umstand ist mir beim Lesen besonders wichtig, denn nur dann habe ich Lust dranzubleiben, weiterzulesen.
Rüdiger ist Lehrer, verheiratet und hat Kinder. Tom ist erfolgloser Autor und arbeitet im Supermarkt. Die beiden haben eines gemeinsam: ihre Depressionen. Eines Tagen treffen sich beide auf einer Brücke, um das Leben hinter sich zu lassen. Dort beschließen sie, ihrem Leben noch eine Chance zu geben. Fünf Tage sollen es sein, die darüber entscheiden, ob es sich lohnt, am Leben zu bleiben.

Sowohl im Berufs-, als auch im Privatleben könnte es für beide besser laufen. Im Großen und Ganzen führen Unzufriedenheit beide in ihre Depression. Was mir besonders gefällt ist, dass das Buch voller Humor steckt. Die Krankheit wiegt beim Lesen nicht schwer, sondern schafft im Gegenteil – eine Leichtigkeit – die die Probleme von Tom und Rüdiger sehr wohl ernst nimmt, sie aber nicht zu sehr in den Mittelpunkt stellt.
Ich mag den Schreibstil des Autors Sven Stricker, weil er authentisch ist und fließend. Die Dialoge der Charaktere sind meist amüsant, wenn auch oftmals die Geschichten tragisch sind. Die Mischung aus Tragik und Komik ist hier sehr gelungen und das macht es für mich zu einem ganz besonderen Buch. Lebensbejahend und traurig-schön. Eine ganz klare Leseempfehlung.

New York von Megan Hess

Freitag, Oktober 06, 2017


Original: "New York Through a Fashion Eye" / 2016, Prestel Verlag*, 208 Seiten, gebunden, Übersetzer/-in: Christine Schnappinger,  ★★★★★ 5 von 5 Sterne, hier kaufen als Buch

E R L E B E   N E W   Y O R K   À   L A   C A R R I E   B R A N D S H A W

Spätestens seit der Kultserie »Sex and the City« ist klar, dass für It-Girls (und solche, die es werden wollen) an New York kein Weg vorbeiführt. Ob auf der Fashion Week, in den neuesten Hotspots oder direkt auf der Straße: Im Big Apple werden Trends gesetzt, die sich auch jenseits des großen Teichs in Windeseile durchsetzen. Kein Wunder also, dass die Stadt, die niemals schläft, zu den absoluten Traumzielen von Fashionistas aus aller Welt zählt. Für den perfekten Überblick in der Style-Metropole hat Megan Hess einen ganz besonde-ren Guide zusammengestellt: Mit launigen Illustrationen verrät die gefragte Modezeichnerin ihre persönlichen Lieblings-Locations in den Shopping-Areas uptown und downtown. Darunter finden sich nicht nur die großen Namen der internationalen Mode- und Designszene, sondern auch so mancher Insidertipp, der in keinem anderen Reiseführer verzeichnet ist. Und weil selbst die hartgesottenste Shopping-Queen irgendwann mal eine kleine Pause braucht, gibt es neben den besten Einkaufsadressen auch jede Menge Tipps für hippe Bars, Cafés und Restaurants, Hotels mit traumhaften Spas oder entspannende Spaziergänge durch den Park.


New York ist eine abenteuerliche literarische Reise in die Stadt die niemals schläft. Das Buch ist zauberhaft illustriert und voller Informationen die einen in den Kosmos des New York Lebens à la Carrie Brandshaw einführen. Es macht Spaß, gerade deshalb weil es einem das gehobene Leben in New York so nahe bringt und uns die Zeit voller Intensität und Phantasie erahnen lässt.
Es bereitet einem eine ausgesprochene Freude in diesem Buch zu blättern, um sich entweder auf den nächste Besuch in der Stadt die niemals Schläft vorzubereiten oder einfach so zwischen durch. Die knappe Ausführung und die klare Aufteilung macht New York zu dem perfekten Buch für schnelle Informationen.


Spätestens nach dem man diese interessante Einladung in Form eines Buches gelesen hat, beschließst man nach New York muss man unnedingt hin. Die tollen Illustrationen bringen den Leser New York zum greifen nah, wenn man die Augen schließt, sieht man die von Leben pulsierende Stadt vor sich. 
In den vier Hauptkapiteln gibt es so unfassbar viele Insidertipps, die allesamt bezaubern illustriert sind. 
Eine erfrischende und lebhafte Reise, perfekt für diejenigen von euch, die die Stadt wie eine Carrie Brandshaw erleben wollen. Aber auch das perfekte Geschenk für wirkliche Fans der Stadt oder des Lifestyle-Gefühls.

* Vielen Dank an den Prestel Verlag für die Bereitstellung eines Leseexemplars!

Leselaunen #16

Mittwoch, Oktober 04, 2017

E

Da es wieder Mittwoch ist, ist es mal wieder Zeit für die Leselaunen Aktion. Für die Neulinge unter euch, Leselaunen ist eine Aktion, die einmal in der Woche, Mittwochs, statt findet und eine Art Zustandsbericht über mein Leseverhalten und andere Kleinigkeiten, die ich mit euch teilen möchte, ist. Von Novembertochter ins Leben gerufen, findet die Leselaunen Aktion seit zwei Woche hier auf meinem Blog statt. Und ab letzte Woche auch mit einen neuen Logo. Ich wollte der Aktion was neues, frisches und vor allem à la Blogging Renate verpassen. Und da ich nichts an den Aufbau der Aktion ändern wollte, musste den Logo mal dran glauben. Wenn ihr mitmachen wollt und den neuen Logo braucht, könnt ihr es mit einen rechten Mouse-Klick herunter laden oder mir einen E-Mail schreiben und ich lasse es euch gerne zukommen. 

M E I N   A K T U E L L E S   B U C H


Meine Aktuelle Lektüre ist Grand Hotel Angst von Emma Garnier, dass in Italien im Frühling des Jahres 1899 spielt. Die junge Nell reist mit ihrem Mann Oliver an die ligurische Küste, um in Bordighera ihre Flitterwochen zu verbringen. Das Paar logiert im luxuriösen Grandhotel Angst. Nell ist von dem großartigen Gebäude, dem exotischen Hotelpark und dem Blick aufs funkelnde Meer fasziniert. Doch zu ihrer Überraschung kennt Oliver nicht nur bereits das Personal und einige Gäste, sie scheinen auch Geheimnisse zu teilen.

M O M E N T A N E   L E S E S T I M M U N G

Meine momentane Lesestimmung ist ziemlich schwer zu beschreiben, seit ich Gestern Lola von Julie Estève beendet habe, habe ich das Gefühl, dass ich mich auf dem Rand einer tiefen Leseflaute balanciere. Ich habe schon Lust zu lesen, aber ich weiß nicht genau was und kein Inhalt irgendeines Buches kann meinen literarischen Geist befriedigen. 

Z I T A T   D E R   W O C H E
Be grateful for every difficult moment, failure and challenge. They'll shape you more than any win or effortless encounter.

U N D   S O N S T   S O

Momentan passiert in meinem Leben gar nichts und doch so viel. Ich habe einfach das Gefühl, dass obwohl alles gut läuft ich nichts richtiges tue. Ich habe momentan mit ziemlich vielen Dingen in meinem Alltag und meinem persönlichen Leben zu kämpfen, deshalb denke ich darüber nach, ob ich für ein oder zwei Wochen einen Blogurlaub nehmen soll um mich auf die Dinge zu konzentrieren die mir im Leben am wichtigsten sind und einiges für mich klar zu stellen. Ich merke selber, dass ich mit den Beiträgen auf dem Blog nicht so hinterher komme wie ich es mir wünschen würde und dadurch baue ich mir selber Druck auf, welchen ich momentan nicht unbedingt haben möchte und auch nicht brauche. Mein Blog ist ein Hobby, ich hab ihn ins Leben gerufen, weil mir das Spaß gemacht hat und ich will das nicht mit unnötigen Druck und Stress zerstören. 

T E I L N E H M E N




Sag kein Wort von Raphael Montes

Montag, Oktober 02, 2017


Original: " Dias perfeitos"/ 2014, Limes Verlag*, 320 Seiten, Übersetzer/-in: Kirsten Brandt,gebunden mit Schutzumschlag, ★★★★★ 5 von 5 Sterne, hier kaufen als Buch oder eBook

E I N   B R I L L I A N T E R   T H R I L L E R 

Téo Avelar ist Einzelgänger. Er hat nur wenige Freunde, und am wohlsten fühlt er sich im Seziersaal. Echte menschliche Gefühle bringt er nur für sein dortiges Studienobjekt auf – bis er Clarice begegnet. Téo ist davon überzeugt: Sie ist die Frau seines Lebens. Er beginnt, sie zu verfolgen, macht ihr Geschenke, ist geradezu besessen von ihr. Als Clarice ihn abblitzen lässt, greift Téo zu extremen Mitteln, um ihre Zuneigung zu gewinnen: Er entführt sie, hält sie gefangen. Nichts und niemand soll seinem glücklichen Leben mit Clarice in die Quere kommen ...



Wow! Mit diesem einzigen Wort habe ich das Buch nach der letzten Seite zugeklappt. Um etwas von Anfang an klar zu stellen, dieses Buch ist nichts für jemanden mit schwachen Nerven. Ich persönlich empfinde die Thematik Stalking ein sehr spannendes und interessantes Thema, deshalb zog mich das Buch in erster Linie auch sehr an. 
Der Anfang geht sehr schnell, der Leser wird schnell in die Geschehnisse eingeführt und lernt die Protagosniten kennen. Keiner der Protagonisten ist mir sympathisch geworden. Obwohl der Hauptprotagonist Téo am Anfang auf mich keinen gefährlichen Eindruck gemacht hat, eher den einer bizzaren, absonderlichen Persönlichkeit, ist mir das Gegenteil bewiesen worden. Ich würde den Téo, unseren Protagonist auch nicht gleich als das Böse in Person bezeichnen, aber er erwies sich letztendlich auf jeden Fall als eine Person, die ich nicht gerne in meinem Umfeld haben würde. 


Sag kein Wort macht dann genau so rasant weiter, wie von Anfang an gewohnt, ein Horrorszenario folgt auf das nächste und man fliegt einfach durch die Seiten. Oft ist man über die Geschehnisse schockiert und ein Schauer läuft einem den Rücken runter. Das Buch ist nicht sehr dick aber dafür passiert eine Menge. Allerdings durch die minimale Anzahl an Protagonisten kann man das Buch einfach auf sich wirken lassen, ohne viel nachdenken zu müssen. 
Der flüssige Schreibstil und die spannenden Szenen tragen dazu bei, dass es dem Leser schwer fällt das Buch aus der Hand zu lassen. Die Kapitel haben die perfekte Länge, so das man sich immer sagen kann, dass man nur noch einens schnell lesen möchte bevor man in die Realität zurückkehrt. 
Das Ende übertraf dann aber meine Vorstellungskraft und trat mit einem wahnsinnigen Überraschungseffekt auf mich. So war ich mir sicher, dass in diesem Buch eine geniale Menge an Fantasie und Irrsinn steckt, die meiner Meinung nach zu einem Thriller dazugehören muss.
Sag kein Wort ist absolut kein Buch für schwache Herzen, allerdings ein wahres Erlebnis für Thriller Fans.

* Vielen Dank an den Limes Verlag für die Bereitstellung eines Leseexemplars!

Buchpassion | Liebliengsautorinnen und -Autoren

Freitag, September 29, 2017


#Buchpassion ist eine gemeinsame Onlineaktion veranstaltet von Janine von Kapriziös für Autoren, Blogger, Leser und Unternehmen der Buchbranche wie beispielsweise Verlage. Jeder kann mitmachen und das auf unterschiedlichste Art und Weise! Das großes Ziel der Aktion ist Nicht- oder Wenigleser auf Bücher und das Lesen aufmerksam zu machen, aber auch von dem einem oder anderen Buch oder Autor zu begeistern.
Herzstück von #buchpassion ist die Blog- und Webseitenparade und die unterschiedlichen Artikel zum Motto der Aktion, Lieblingsautorinnen und -autoren. 

Nachdem ich schon letzten Jahr diese Aktion gespannt verfolgt habe, habe ich mich dieses Jahr spontan entschieden mitzumachen. Wie schon oben erwähnt steht die Aktion dieses Jahr im Zeichen der Lieblingsautoren, so das ich euch in den nächsten Zeilen meinen Liebliengsautor vorstellen werde. Aber natürlich bin ich auch sehr gespannt darauf, über was meine Blogkollegen so bloggen werden. Eine Liste der Teilnehmer findet ihr bei Kapriziös auf dem Blog. Eine weitere gute Gelegenheit  andere Literaturliebhabern zu entdecken und Literaturliebe zu teilen.

Für mich gibt es nur DEN einen Autor zu dem ich immer greifen würde, unabhängig von meinen Stimmungen und Launen und das ist der Meister der Grauens, Stephen King. 
Ich werde hier keine Komplattbiographie von King wieder geben, dass kann jeder für sich selber nachlesen und sich darüber informieren. Mir geht es um meine persönlichen Hintergründe und wie es zu den King- Phänomen kam, dem ich schließlich nach Jahren auch verfallen bin. 


Stephen Edwin King wurde am 21. September 1947 in Portland, Maine geboren. Sein Vater, Donald King und seine Frau Nellie Ruth hatten zwei Jahre zuvor Kings älteren Bruder David gleich nach der Geburt adoptiert, da es den Anschein hatte, dass sie keine Kinder bekommen konnten. 1949 ging Kings Vater buchstäblich mal eben Zigaretten holen und wurde nie wieder gesehen, wenngleich seine Frau schwört, ihn Jahre später in einer Nachrichtensendung als Söldner im Kongo erkannt zu haben. Heute vermutet King, dass sein Vater tot ist, da ihn sonst der Reichtum seines Sohnes angelockt hätte. In seiner Kindheit sieht sich Stephen häufig Fantasy und Science-Fiction Filme im Kino an. Diese Filme prägen seine Vorliebe für Horrorgeschichten. Damals ist Stephen ein schwerfälliges, unsicheres Kind, das ständig Angst hat, sich lächerlich zu machen. In Mittelpunkt seiner drei Romane Amok, Carrie und Christine stehen ausgegrenzte Heranwachsende voller Komplexe, die Probleme mit dem anderen Geschlecht haben.
Kurz danach entdeckt Stephen auf dem Dachboden seines Hauses einen Karton mit Science-Fiction- und Horrorbüchern, die seinem Vater, einem Hobbyschriftsteller, gehört hatten, sowie Erzählungen, die dieser verfasst hatte. King berichtet später, dass dies für ihn wie eine Offenbarung gewesen sei.


In seiner seit über 40 Jahren andauernden Karriere als Schriftsteller hat Stephen King ein schier unendliches Universum erschaffen. Er spielt mit Dimensionen die ich von keinem anderen Autor in diesen Maßen kenne. Dimensionen durch die man gleichzeitig, fasziniert, entsetzt, angeekelt und berauscht wird. Stephen King war meiner Meinung nach der erste Autor der ganz geschickt das Grauen in die Normalität und in den Alttag geholt hat. Er schafft gewöhnliche Lebewesen und Gegenstände aus dem Alltag jedes Menschen sehr sehr böse werden zu lassen, was oftmals viel gruseliger ist als ein Serien- oder Maßenmörder. Somit schafft er, dass man sich nicht mehr wohl fühlt in seiner eigenen Haus. Ich bin oft schockiert, zum Teil wegen der Entsetzlichkeiten die sich in den Büchern ereignen und zum anderen durch meine eigenen Gedanken dabei. Ich bin oft schier entsetzt über meine eigene Brutalität, der ich beim Lesen von Stephen Kings Büchern unbewusst freien Lauf lasse. Eine Leistung die heutzutage wenige bis kaum andere Schriftsteller erreichen, so viele Empfindungen und Gefühle in dem Leser gleichzeitig zu wecken. Er schafft in seinen Büchern eine Illusion von Sicherheit, eine Trügerisches Bild von Geborgenheit, das sich oft gegen den Leser selbst wenden kann. Stephen King ist für mich ein absoluter Meister seines Faches, der unglaublich guten Horror schreiben kann, aber auf seine ganz eigene Art und Weise. 


Eine der schönsten Legenden um die literarischen Anfänge von Stephen King behauptet, dass die Studentin Tabitha King, verheiratet mit dem damaligen Englischlehrer Stephen King, das Manuskript zu einen Horror Roman im Papierkorb findet und ihren Ehemann dazu überredet dieses Werk namens Carrie fertig zu schreiben und einigen Verlagen zu reichen. Da sich zu Beginn der 70er Jare keine für neue phantastische Geschichten interessierte, weil Autoren wie Brandbury, Bloch, Dahl oder Straub den Markt schon abdeckten, hatte der Autor große Mühe seine Texte bei den Verlangen unterzubringen, denn niemand interessierte sich für einfache, triviale Horrorgeschichten. Das wir heute die Meisterwerke dieses besonderen Schriftstellers lesen können, verdanken wir einem junger Lektor des Doubleday Verlags aus New York, der das dünne Bändchen mochte. Das Wunder geschah, und es sollte das Leben der Familie King, die bis vor kurzem in einem Wohnwagen hauste, entscheidend verändern: Der Doubleday Verlag verkaufte über 13 000 Exemplare von Carrie als Hardcover, für das Buch eines Anfängers eine bemerkenswerte Anzahl. Die erste Taschenbuchauflage eines King Buchs, ging fast Zweieinhalbmillionen Mal über die Ladetecken der Buchhandlungen in den USA. Ein Kritiker des Chicago Tribune  war der Erste, der die Frage nach einem Phänomen King zur Diskussion stellte. Carrie zusammen mit Kings anderen Büchern und deren zahlreichen Übersetzungen erreichen eine gedruckte Gesamtauflage von über 200 Millionen Exemplaren weltweit - nur die Bibel läuft noch besser!
Carrie trug seinem Schöpfer schnell den Ruf eines Edgar Allan Poe des 20. Jahrhunderts ein. 
Fast alle Bücher von Stephen King werden in Deutschland aktuell von dem Heyne Verlag heraus gegeben. 

Ich hoffe ich konnte euch diesen außergewöhnlichen Autor etwas näher bringen, zur Edition Lieblingsautor von der Buchpassion Aktion passt er für mich hervorragend.

Die Wellington Saga: Versuchung von Nacho Figueras

Montag, September 25, 2017


Original: "High Season"/2016, Blanvalet Verlag*, 416 Seiten, Übersetzer/-in:Veronika Dünninger, broshiert, ★★★★☆ 4 von 5 Sterne, hier kaufen als Buch, eBook oder Hörbuch

E I N E   L O C K E R   L E I C H T E   L I E B E S G E S C H I C H T E

Champagner und Jetset interessieren die junge und kluge Tierärztin Georgia nicht. Daher stimmt sie wenig begeistert zu, ihren besten Freund zu einem der glamourösen Reitturniere in Wellington, Florida, zu begleiten. Ausgerechnet Alejandro, der unglaublich attraktive älteste Sohn des mächtigen Del Campo Clans, wirft dort ein Auge auf sie und zieht sie wie ein Sturm in eine Welt, in die Georgia so gar nicht zu passen scheint. Doch er ist kein Mann, der ein Nein akzeptiert ...


Als ich dieses Buch startete habe ich nicht viel erwartet, außer eine locker-leichte Geschichte mit leichten Erotik-Akzenten. Und ich muss im Nachhinein ehrlich zugeben, dass ich nach langer Zeit auch genau das bekommen habe was ich erwartet hatte.
Ich bin gut in die Geschichte reingekommen und das Buch konnte mich auch schon von Anfang an mitnehmen, obwohl die Geschichte meiner Meinung nach ein bisschen gebraucht hat bis sie richtig in Fahrt gekommen ist.
Ich hatte meine Bedenken am Anfang, ein Buch zu lesen, das teilweise von Pferden handelt. aber letztendlich hat es mir sehr gut gefallen, dass wir nicht nur die Beziehung im Vordergrund hatten, sondern auch die Tiere. Ich fand die Beschreibungen und den Umgang der Tiere sehr gut umgesetzt.


Natürlich bedient auch dieses Buch einige Klischees, was bei der inzwischen großen Menge der Bücher dieses Genre selbstverständlich ist. Allerdings fand ich gut, dass die Erotik einen nicht zu großen Anteil im Buch einnahm, sondern eher im Hintergrund gehalten wurde. 
Der  lockere und leichte Schreibstill lässt sich flüßig lesen und ist sehr angenehm. Nachdem ich die Startschwierigkeiten überwunden hatte, habe ich eine Seite nach den anderen Gelesen ohne eine Ahnung davon zu bekommen bis ich mich dem Ende nährte. Was mir besonders gefallen hat, ist die tolle Atmosphäre beim Lesen, voller Romantik und Erotik und die kurzen Kapitel die sich schnell lesen ließen. 
Es war eine locker-leichte Liebesgeschichte mit einem Touch Erotik, die mich begeistern konnte.

* Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für die Bereitstellung eines Leseexemplars!

Gott, hilf dem Kind von Toni Morrison

Sonntag, September 24, 2017


Original: "God Help the Child" / 2014, Rowohlt Verlag, 208 Seiten, Übersetzer/-in: Thomas Piltz, gebunden mit Schutzumschlag, ★★★★☆ 4 von 5 Sterne, hier kaufen als Buch



Keine andere Autorin hat über die Jahrzehnte hin den Rassenkonflikt in Amerika so konsequent und leidenschaftlich beschrieben wie die Literaturnobelpreisträgerin Toni Morrison. "Gott, hilf dem Kind" setzt den mit "Jazz" begonnenen Zyklus fort, in dem Morrison die Situation der Schwarzen in den USA beleuchtet. Ein weiterer großer Roman der im Kampf gegen Rassismus engagierten Autorin.
Lula Ann ist ein so tiefschwarzes Baby, dass ihre Mutter Sweetness bei der Geburt fast zu Tode erschrickt und der Vater die junge Familie auf der Stelle verlässt, weil er nicht glauben kann, dass dieses Kind von ihm ist. Sweetness erzieht Lula Ann zu Gehorsam und Unterwürfigkeit, nur nicht auffallen, aus Angst vor rassistischen Angriffen.
Doch die heranwachsende Tochter sträubt sich gegen die verordnete Angepasstheit. Sie ändert ihren Namen, in Bride, kleidet sich in provokant strahlendes Weiß, macht Karriere bei einer Kosmetikfirma, verliebt sich in einen geheimnisvollen Mann und befreit sich auf ihre Weise von der Vergangenheit.
Zwei starke Frauen, zwei verschiedene Lebensentwürfe, in dem Versuch, sich zu schützen und gleichzeitig zu behaupten. Ein Roman, der zur Weltliteratur gehört.




Auf dieses Buch war ich besonders gespannt, weil es mein erster Toni Morrison Roman war und schließlich ist die Autorin schon mit dem Literaturnobelpreis gekrönt worden. Ich bin erstaunt, mit welcher Leichtichkeit die Autorin ein Bild von unserer Gesellschaft zeichnete, dass unfassbar erschüternd ist und geprägt von tiefverwurzeltem Rassismus und Kindesmissbrauch in jeder möglichen Form.
In ihrem neuen, kurzen aber sehr dichten Roman voller überraschender Wendungen, werden in wechselnden Perspektiven die Geschichten von Menschen erzählt, die alle unter einem dunklen Geheimnis aber auch unter ihrer Vergangenheit zu leiden haben. 
Gott, hilf dem Kind ist ein Buch voller Altersweisheiten, in dem es neben immer noch wirksamen Folgen des Rassismus in den USA auch um Verantwortung und um menschliche Fehlbarkeit und Schuld geht. Dabei präsentiert Toni Morrison dem Leser die verschieden Facetten des afroamerikanischen Selbsthasses, aber auch die Schatten einer schwarzen Kindheit. 
Wir begegnen vier verschiedenen Ich-Erzählerinnen, die zunächst lose Fäden verteilen, die sich erst später für dem Leser zu einem sinnvollen Ganzen zusammenfügen. Und natürlich gibt es auch eine Liebesgeschichte. Auch der Mann trägt, wie unsere Protagonistin, ein Kindheitstrauma mit sich herum, das dazu führt, dass die Beziehung in die Brüche geht. 


Der leichtfüßig Schreibstil mildert die Härte der Geschichte einigermaßen ab, sie verliert aber dadurch nicht ihre Wirkung. Ein angenehmer und leicht zu lesender Roman, welcher stilistisch ausgesprochen gut aufgebaut ist und dem jegliche Tiefpunkte in denen sich der Leser langweilen könnte fehlen. Ein Stück großartige Literatur, dass sich als berührend, traurig, authentisch und sehr realitätsnah erweist.
Gott, hild dem Kind ist ein Buch, dass uns Allen zeigt, welche Dämonen in uns schlummern, welche Hypotheken auf uns, ob bewusst oder unbewusst, lasten können. Wie man damit umgeht und wie und wann man los lässt.
Obwohl es Themen wie Freundschaft, das Mutter sein, Verlust, Lügen und die verschiedenen Facetten der Wahrheit aus den unterschiedlichen Perspektiven angesprochen werden, wurde dies meiner Meinung nach nur an der Oberfläche angeschnitten. Zugegebenermaßen liest sich der Roman dadurch leichtfüßig, nichtsdestotrotz fehlt die Tiefe im Bezug auf die verschiedenen Figuren aus deren Perspektiven erzählt wird. Ich finde das Buch dennoch empfehlenswert, denn es muss doch nicht immer literarische Schwerkost sein.


Murder Park von Jonas Winner | Gastrezension à la Leselaunen

Freitag, September 22, 2017


Original: "-"/2017, Heyne Verlag*, 416 Seiten, Übersetzer/-in: -, broshiert, ★★★★★ 5 von 5 Sterne, hier kaufen als Buch, eBook oder Hörbuch

Ich bin Neri, 29 Jahre alt und schreibe normalerweise für Leselaunen. Hier möchte ich die Chance nutzen, auf dem Blog von der lieben Renate eine Rezension zu verfassen und somit vielleicht auch einige von ihren Lesern kennen zu lernen und euch von einem meiner letzten Bücher zu berichten. Vielen Dank an Renate, für diese Möglichkeit.

B E T R E T E N   A U F   E I G E N E N   G E F A H R

Zodiac Island vor der Ostküste der USA: ein beliebter Freizeitpark – bis dort ein Serienmörder drei junge Frauen auf bestialische Weise tötet. Der Täter Jeff Bohner wird schnell gefasst, der Park aber geschlossen. Die Schreie der Opfer scheinen vergessen zu sein. 20 Jahre später: Die Insel soll zur Heimat werden für den Murder Park – eine Vergnügungsstätte, die mit unseren Ängsten spielt. Paul Greenblatt wird zusammen mit elf weiteren Personen auf die Insel geladen. Und dann beginnen die Morde.


Ein Vergnügungspark. Ein Thriller. Diese beiden Stichworte haben anfangs gereicht, um mich vollends für das Buch zu begeistern. Natürlich wusste ich da noch nicht, wie es mir tatsächlich gefallen würde, jedoch war das Interesse sofort geweckt. Das Cover, bestehend aus einem Negativ, tat sein Übriges um mir den Entschluss, das Buch lesen zu wollen, zu erleichtern. 

Die Beschreibung ist schon Faszination pur. Gruseliger geht´s kaum. Ich bin dem Thriller-Genre sehr zugeneigt, weswegen der Klappentext mich sofort in den Bann gezogen hatte. Irgendwie musste ich kurz an bekannte Horror-Trilogien á la "Halloween" oder "Scream" denken. Weniger auf die Handlung, als viel mehr auf die lange Zeit zwischen den Morden bezogen. Jonas Winner schaffte es mit seinem fesselnden Schreibstil, mich immer wieder mitzureissen. Ich würde so weit gehen zu sagen, dass ich seine Art zu schreiben außergewöhnlich finde.


Die Handlung selbst wird durch die Interviews mit den zwölf Beteiligten perfekt ergänzt. So entsteht nie Langeweile und es fiel mir schwer, das Buch wegzulegen. Die Suche nach dem Mörder allein, verspricht schon Spannung, aber besonders reizvoll ist die Tatsache, dass ich zu keiner Zeit einen Täter im Kopf hatte. Jeder konnte es sein. Wenn es dem Autor gelingt, die Geschichte so zu verpacken, dass ich als Leser lange nicht weiß, wer es war, dann ist die Handlung gelungen.

Mir gefiel auch das Zitat von Edgar Allan Poe am Anfang des Buches und die Datumsanzeigen vor und in den Kapiteln. Das Nachvollziehen fiel damit um einiges leichter. Großartig fand ich, wie erwähnt, die Interviews. Das macht das Buch so besonders.

*Ich bedanke mich beim Autor Jonas Winner und dem Heyne-Verlag für das Rezensionsexemplar!

Leselaunen #15

Mittwoch, September 20, 2017


Da es wieder Mittwoch ist, ist es mal wieder Zeit für die Leselaunen Aktion. Für die Neulinge unter euch, Leselaunen ist eine Aktion, die einmal in der Woche, Mittwochs, statt findet und eine Art Zustandsbericht über mein Leseverhalten und andere Kleinigkeiten, die ich mit euch teilen möchte, ist. Von Novembertochter ins Leben gerufen, findet die Leselaunen Aktion seit zwei Woche hier auf meinem Blog statt. Und ab diese Woche auch mit einen neuen Logo. Ich wollte der Aktion was neues, frisches und vor allem à la Blogging Renate verpassen. Und da ich nichts an den Aufbau der Aktion ändern wollte, musste den Logo mal dran glauben. Wenn ihr mitmachen wollt und den neuen Logo braucht, könnt ihr es mit einen rechten Mouse-Klick herunter laden oder mir einen E-Mail schreiben und ich lasse es euch gerne zukommen. 

M E I N   A K T U E L L E S   B U C H



Ich lese in moment zwei Bücher parallel. 
Das erste ist immer noch American War von Omar El Akkad. Ein dystopischer Roman über den nächsten amerikanischen Bürgerkrieg und das dramatische Schicksal einer Familie, im Jahr 2075. Was wird sein, wenn die erschütternde Realität der Gegenwart - Drohnenangriffe, Folter, Selbstmordattentate und die Folgen von Umweltkatastrophen - mit aller Gewalt in die USA zurückkehrt? Vor diesem Hintergrund entfaltet Omar El Akkad mit großer erzählerischer Kraft den dramatischen Kampf der jungen Sarat Chestnut, die beschließt, mit allen Mitteln für das Überleben zu kämpfen. Das zweite Buch ist ein Roman von der bekannten Autorin Daphne de Maurier - Meine Cousine Rachel, wovon bald auch die Verfilmung in die Kinos kommt. Ein faszinierender und dramatischer Spannungsroman, der neu übersetzt wurde. Seit dem Tod seiner Eltern lebt Philipp bei seinem wohlhabenden Vetter Ambrose in Cornwall – bis der langjährige Junggeselle auf einer Florenzreise überraschend heiratet. In Briefen erzählt Ambrose Philipp von seinem Eheglück mit Rachel. Mit der Zeit jedoch werden die Briefe seltener, die Inhalte verwirrender. Eines Tages trifft ein beunruhigender Hilferuf aus Italien ein: Ambrose ist an einem rätselhaften Leiden erkrankt und fühlt sich von Rachel bedroht. Philipp reist alarmiert nach Florenz, doch er kommt zu spät: Ambrose ist tot, und von der jungen Witwe fehlt jede Spur ... bis Rachel vor Philipps Tür in Cornwall steht

M O M E N T A N E   L E S E S T I M M U N G

Meine Gier nach Literatur besteht immer noch, leider habe ich momentan nicht so viel Zeit in der Woche zum lesen. Das meiste lese ich am Wochenende. 

Z I T A T   D E R   W O C H E


Your mind will believe what you continuously tell it. So tell it that you're smart, ambitious, cute andnot afraid to go for it. 

U N D   S O N S T   S O?

Bei mir geht nächste Woche meine erste Woche der Berufsschule los, ich bin nicht nur aufgeregt, sondern ich freue mich auch sehr auf diese neue Erfahrung. Ich habe mich auch nach meinem bösen Infekt sehr gut erholt und jetzt bin ich wieder im vollen Besitz meiner Kräfte um den Alltag erfolgreich bewältigen zu können. Viel anderes aus meinem Leben zu berichten gibt es momentan nicht. 
Ich hoffe wirklich, dass euch das neue Logo gefällt, ich freue mich über eure Meinungen in den Kommentaren. 

T E I L N E H M E N? 






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