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Literarisches Erwachsenwerden



Hallo. Heute möchte ich euch meine Gedanken zu den Entwicklungen und Veränderungen, die ich als Leser in letzter Zeit erlebt habe, vorstellen und mich diesbezüglich mit euch austauschen. 
Wenn ihr meinen Blog seit längerer Zeit lest, dann wisst ihr, dass ich einen ziemlich breiten Lesegeschmack gehabt habe. Ich las sowohl Romance, als auch Erotik, als auch Thriller- und Horrorromane als auch eben Fantasy und Jugendbücher. 
Vor ungefähr einem halben Jahr passierte es, dass ich das Buch von Claudia Piñero Ein wenig Glück las, ein Buch das einem Genre angehörte, um das ich sonst einen großen Bogen geschlagen hätte. Ich hatte nicht so viel Vertrauen in Romane, da ich nicht glauben konnte, dass sie mich dermaßen Unterhalten können wie es eben Fantasy und Jugendbücher getan hätten. Ich verschlang das Buch von ca. 200 Seiten wie seit langem kein Buch mehr. Das Buch zog mich in seinen Bann und so kam es, dass sobald ich eine freie Minute hatte zu diesem Buch griff um die Geschichte von Mary Lohan weiter zu verfolgen. Die Tiefgründigkeit des Romans eröffnete mir eine neue Welt. In den nächsten Monaten wendete ich mich mehr und mehr von Jugendbüchern und Fantasy Romanen ab und griff somit zu Büchern, die eher tiefgründige Themen behandelten und mich zum Nachdenken anregten.
Ich habe sehr viele Jugendbücher gelesen und fand nur noch schwer etwas, dass mich packen konnte, etwas, dass mir etwas Neues bieten konnte. Alle Jugendbücher verliefen nach einem bestimmten Schema, das ich irgendwann satt hatte. Deswegen war es schwierig für mich aus diesem Durcheinander etwas für mich zu finden.
Andersrum, lass ich in letzter Zeit viele Erwachsenen Bücher die mich richtig gut unterhalten konnten, die mich super gepackt haben sowie auch Stoff zum Nachdenken und die Tiefgründigkeit die ich nötig hatte mir geboten haben.
Ich bin mir sicher, dass diese Umwandlung auch an meinem Alter liegt, ich meine, ich bin jetzt fast 21 Jahre alt und somit bin ich diesem Genre entwachsen.
Denkt jetzt nicht, dass ich komplett gegen Jugendbücher oder andere von den oben genannten Genres bin. Thriller- und Horrorromane, Romance und Erotik, sowie auch einen guten Fantasyroman lese ich nach wie vor. Was weniger geworden ist, sind die Jugendbücher. Ich entwickelte mich weiter und entdeckte letztendlich nur einiges für mich neu, wie zum Beispiel die Gegenwarts- und Historischeliteratur.
Das eine odere andere Jugendbuch wird bestimmt auch noch gelesen werden, wenn ich mal eine Verschnaufpause von schwerer Literatur brauche, dafür befinden sich viel zu viele Bücher dieses Genre auf meinem SUB um keine mehr davon zu lesen.

Ich freue mich endlich dieses Thema hier angesprochen zu haben, obwohl es einige Zeit gedauert hat, bis ich mich dazu bewegen konnte, diesen Beitrag zu schreiben.
Schreibt mir gerne in die Kommentare was ihr über diese Thematik denkt. 

The Club. Flirt von Lauren Rowe


Original: "The Club" / 2015, Piper Verlag, 400 Seiten, broschiert, Übersetzer/ -in: Lene Kubis, Buchreihe: 1. The Club- Flirt / 2. The Club - Match / 3. the Club - Love / 4. the Club - Joy,  ★★★★★ 5 von 5 Sterne, hier kaufen als Buch oder eBook
Jonas muss verrückt geworden sein. Immerhin hat er sich gerade bei einer sündhaft teuren Datingagentur angemeldet, obwohl es in Seattle mehr als genug Frauen gibt, die mit ihm zusammen sein wollen. Aber genau deshalb braucht er »The Club«: Er möchte nicht nur eine einzige Frau glücklich machen. Im Gegenteil. Er liebt die Abwechslung und genießt seine Freiheit. Zumindest bis er am nächsten Morgen seine E-Mails öffnet und eine private Nachricht der Mitarbeiterin entdeckt, die seine Anmeldeunterlagen ausgewertet hat. Sie möchte anonym bleiben, muss nach Jonas' Lobeshymnen auf sich selbst aber einfach etwas loswerden, das sein übergroßes Ego zutiefst erschüttern dürfte … Dann verrät sie ihm ihr intimstes Geheimnis, und er weiß sofort: Sie ist perfekt. Er muss sie finden. Sofort. Koste es, was es wolle.

E I N E R   D E R   S T Ä R K S T E N   U N D   B E S T E N   R O M A N E   D E S   E R O T I K   G E N R E 

Ich würde gern damit anfangen, euch auf das wunderschöne Cover aufmerksam zu machen. Je länger man es betrachtet, desto mehr versteckte Details entdeckt man. Nicht nur das Cover ist so gut gebaut, sondern auch die Geschichte. Ich war schon von den ersten Seiten an von diesem Buch gefesselt. 
Die Hauptidee der Geschichte biete nichts Neues, reicher Buisnessmann lernt mittellose Studentin kennen, beide schleppen jede Menge Ballast aus der Vergangenheit mit sich herum und dennoch verlieben sie sich Hals über Kopf ineinander. Allerdings wie Lauren Rowe uns die Geschichte serviert ist anders. Die Autorin stellt uns zwei strake Charaktere vor, die beide sehr stur und dickköpfig sind. Jonas ist am Anfang sehr überheblich was mir besonders gut gefallen hat. Mit zunehmender Seitenzahl verflüchtigt sich dies jedoch und der wahre Jonas kommt immer mehr zum Vorschein: sympathisch, charismatisch und humorvoll.
Das Wechsel der Perspektive mit jedem Kapitel, bietet die Möglichkeiten beide Charaktere tiefgründig kennen zu lernen und somit sie schnell ins Herz zu schließen. Auch die zahlreichen Erwähnungen der Philosophie und philosophischen Personen und Zitate, machen dieses Buch zu etwas besonderem
Der lockere und vor allem flüssige Schreibstil der Autorin, führt zu einem schnellen Leseerlebnis. Auch die Emotionen und Erlebnisse werden detailliert und greifbar geschildert. Mit The Club - Flirt hat Lauren Rowe einen der stärksten und besten Romane des Erotik Genre geschaffen





Das Lied der Freiheit von Ildefonso Falcones


Original: " La reina descalza" / 2013, Penguin Verlag*, 752 Seiten, broshiert, Übersetzer/-in: Stefanie Karg,Einzelband, ★★☆☆☆ 2 von 5 Sterne, hier kaufen als BucheBook oder Hörbuch

Sevilla 1748: Die freigelassene Sklavin Caridad findet Zuflucht bei der Zigeunerfamilie Vega. Hier freundet sie sich mit der schönen Sängerin Milagros an. Beide wissen, was es heißt, einem unterdrückten Volk anzugehören – noch dazu als Frau in einer von Männern beherrschten Welt. Ihre von Schicksalsschlägen gezeichneten Lebenswege führen sie von den sonnenverbrannten Ebenen Andalusiens in die prunkvollen Straßen und Theater der Königsresidenz Madrid.


E I N   E R S T E R   U N D    L E T Z T E R   R O M A N

Das Lied der Freiheit war mein erster Roman von Ildefonso Falcones, obwohl ich schon zahlreichen Male von seinem hochgelobten Buch Die Kathedral des Meeres gehört habe. Wie gewöhnlich, bei einem so gelobten Autor, ging ich mit hohen und gespannten Erwartungen an die Geschichte ran.
Ich bin unglaublich schnell in die Geschichte reingekommen und der Anfang hat mich auch sehr gefesselt. Caridads Ankunft in Spanien, ihr holpriger Weg in die Zigeunersiedlung und die Entwicklung der Freundschaft zwischen ihr und der jungen Zigeunerin Milagros, hat mir sehr gut gefallen und mich neugierig auf mehr gemacht. Allerdings, schon die nächsten Seiten des Buches stellten sich als Hindernis für mich heraus. Ich konnte nur noch schwer der Geschichte folgen und konnte dadurch nicht darin eintauchen. Das lag an dem komplizierten und schweren Schreibstil von Ildenfonso Facones, der eine Liebe zu verschachtelten Sätze und viel zu detailgetreuen Beschreibungen aufweist.
Das hier in Vordergrund stehende Thema „Tabak“ und dessen Nutzung, egal ob es als Zigarren oder Kautabak, ob Mann oder Frau, ob Alt oder Jung, war mir persönlich zu aufdringlich.
Sehr gut gefallen hat mir die starke Bindung zwischen Milagros, die junge Zigeunerin, und Caridad. Ich glaube, dass war das einzige für mich nachvollziehbare und spannende in diesem Buch, das mir Freude am Lesen bereitet hat. Obwohl auch dieser Teil des Buches schnell nachgelassen hat.
Auch sehr gut gefallen, hat mir die Beschreibung Falcones von den Zigeunern und deren bunten, lautem, fröhlichem Leben, das von Stolz, Arroganz, Sturheit und Sinnlichkeit bestimmt ist.
Alles in allem, konnte mich der Roman Ildefonso Falcones nicht so überzeugen wie ich erwartet hatte. Der schwere Schreibstil und die sehr langatmige Geschichte bereiteten mir viele Schwierigkeiten beim Lesen, so dass ich mich durch die Seiten nur noch kämpfen und teilweise mich sogar zum Lesen zwingen musste.




*Vielen Dank an den Penguin Verlag für die Bereitstellung eines Leseexemplars!

Broken House. Düstere Ahnung von Gillian Flynn


Original: " What Do You Do?" / 2014, S. Fischer Verlag64 Seiten, gebunden, Übersetzer /-in :  Christine Strüh, eine Story, ★★★★☆ 4 von 5 Sterne, hier kaufen als Buch oder eBook
Die junge Nerdy hatte es bislang nicht leicht im Leben und bestreitet ihren Lebensunterhalt mit Wahrsagerei und sexuellen Dienstleistungen. Sie verdient nicht schlecht – meistens erzählt sie den Leuten genau das, was sie hören wollen. Bis sie Susan Burke trifft. Susan lebt in Carterhook Manor, einem alten viktorianischen Haus aus dem Jahr 1893, zusammen mit ihrem Mann, ihrem Sohn und ihrem Stiefsohn Miles. Susan ist völlig verängstigt, denn sie ist davon überzeugt, dass ein böser Geist von Haus und Stiefsohn Besitz ergriffen hat. Nerdy soll kommen und das Haus davon befreien. Die junge Frau glaubt weder an Geister noch an sonstige übernatürliche Dinge, aber hier bietet sich die Chance, sehr viel Geld zu verdienen. Aber als sie das Haus zum ersten Mal betritt und auch Miles trifft, fühlt sie es auch: Hier spukt kein Geist, hier lauert etwas Anderes. Etwas absolut Böses. Etwas, das töten will. 

E I N E   S T O R Y   M I T   P O T E Z I A L

Broken House ist mein erstes Buch der Autorin Gillian Flynn. Ich entschied mich diese Kurzgeschichte der Autorin als eine Probe zu lesen, um mich letztendlich entscheiden zu können ob ich auch die anderen ihrer Bücher lesen möchte.
Zu Beginn des Buches wird unsere Protagonistin Nerdy, dessen wirklicher Name nie enthüllt wird, sehr ausführlich ausgeführt. Was auf einen ersten Blick als sehr unwichtig und langweilig scheint, entpuppt sich im Verlauf der Geschichte als sehr wichtig. Denn letztendlich ist die im Buch erzählte Lebensgeschichte von Nerdy die Vorlage der ganzen Geschichte, die Basis, ohne die das Buch wahrscheinlich gar nicht existiert hätte. So bekommen wir die benötigten Hintergrundinformationen, in einem ziemlich genau passendem Maße auf einem silbernen Tablet von der Autorin serviert.
Die am Anfang noch recht normale bis fast langweilige Geschichte, entwickelt sich recht schnell zu einer sehr spannenden und gruseligen. Gillian Flynn weiß, wie sie den Leser verwirren soll und an der Nase herumführen soll. Trotz der Dünne des Buches findet man einige Überraschungen wieder. Wenn man glaubt, dass etwas endlich aufgeklärt und logisch dargelegt wird, entdeckt man, dass eigentlich alles nur ein Ablenkungsmanöver der Autorin war und man eigentlich gar nichts hat. So wird der ursprüngliche Gedanke durch eine neue Version ersetzt und das Spiel fängt von vorne an.
Das sehr überraschende und offene Ende, konnte mich leider nicht so überzeugen und kam mir ziemlich unlogisch vor. Vor allem das offene Ende lässt mich ziemlich unbefriedigt zurück.
Meiner Meinung nach hatte die Geschichte eher das Potenzial eines Buches mit mehreren hundert Seiten als das einer Kurzgeschichte.




März



Wie gewohnt rennt die Zeit und nun ist noch ein weiterer Monat vergangen. Ich sitze vor meinem Computer und versuche mal wieder alles in Worte zu fassen, was gar nicht so leicht ist wie es aussieht.
Der März war einen Monat der mal wieder an mir vorbei gezogen ist ohne das ich weiß, was mir passiert ist.
Mitte des Monats bin ich nach Berlin gefahren wo ich auch bis Anfang April blieb. Dabei haben wir, mein Freund und ich, uns spontan entschieden die Leipziger Buchmesse für einen Tag zu besuchen. Wir haben einige tolle Stunden auf die Messe verbracht, allerdings hat uns die Messe nicht so umgehauen wie wir erwartet hatten. Mehr über unseren Besuch auf der Messe, erfahrt ihr im Beitrag Impressionen von der Leipziger Buchmesse 2017.
Wie üblich bei jedem meiner Besuche in Berlin wurde ein Spaziergang ins Kulturhaus Dussmann in der Friedrichstraße nicht ausgelassen. Natürlich bin ich daraus nicht mit leeren Händen rausgegangen. Ich hab das eine oder andere Buch mitgenommen, allerdings wenig dieses Mal, im vergleich mit meinen vergangenen Besuchen.
Ende des Monats erwischte mich auch eine Erkältung, die mich bis heute nicht mehr verlassen hat.


B Ü C H E R 

Ich kam im März irgendwie kaum zum lesen. Ich hatte schon einige Bücher mit, auch in Berlin aber bis auf den ersten Erkältungstag wo ich ein Liegeopfer war, las ich kaum eine Seite im März. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, komm es mir so wie eine leichte Leseflaute über die ich mir erst jetzt bewusst geworden bin, aber anscheint meisterhaft überwunden habe, da ich momentan einen unglaublichen Spaß am Lesen habe, sobald ich Zeit zum Lesen finde. Aber vielleicht liegt das auch an meiner jetzigen Lektüre ...


H Ö R B Ü C H E R

Auf dem Weg nach Berlin habe ich einige Passagen aus dem Buch Die Vegetarierin gehört. Sobald ich über meine Gefühle bezüglich dieses Buches im klaren bin, werde ich entscheiden ob ich es ganz lese bzw. höre und dann werdet ihr bestimmt auch eine Buchbesprechung dazu hier auf dem Blog zum lesen bekommen. 
Ich habe Bis(s) zum Morgengrauen von Stephanie Meyer angefangen zu hören und einen Tag vor Monatsende auch beendet. 
Bis jetzt habe ich noch kein weiteres Hörbuch angefangen zu hören, da ich mich momentan noch nicht so wirklich entscheiden kann worauf ich Lust habe. 

F I L M E  &  S E R I E N

Anfang des Monats habe ich How To Get Away With Murder durchgesuchtet. Ich bin noch nicht fertig da der Besuch nach Berlin dazwischen kam und ich nicht mehr Zeit dafür hatte.
Außerdem, im März durfte ich mich über einen Kinobesuchen freuen, zu dem Film Die schöne und  das Biest. Falls ihr Lust auf eine Filmbesprechung habt, dann schreibt mir das in die Kommentare. 
Zur Zeit gucke ich Vampire Diaries mit meinem Freund zusammen. Obwohl ich schon irgendwann bis zur sechste Staffel geschaut habe, habe ich mich entschieden die Serie aufs Neue zu starten, und wir freuen uns schon auf das große Finale. Obwohl es schon schade ist, dass eine weitere coole Serie ihr Ende gefunden hat. 

D E R  A U S B L I C K

Der April wird genau so ein voller Monat wie wahrscheinlich der März, allerdings ein bisschen strukturierter, oder mindestens hoffe ich das. Ich fange in der nächsten Wochen mit Sport an und dann gibts da noch meinen Deutsch Förderunterricht. Also mal wieder ein voller Monat ...

Wie ihr wahrscheinlich bemerkt habt, versuche ich mich in den letzten Monaten immer wieder an neuen Arten des Monatsrückblicks Beitrags. Den einen mit mehr, den anderen mit weniger Informationen über den vergangenen Monat. Ich würde mich über einen kurzen Feedback eurerseits in den Kommentaren freuen. Was gefällt euch mehr, der ausführliche Monatsrückblick Bericht mit Büchern, Hörbüchern, Filmen und Serien oder eher die klassische Variante nur mit Büchern?

Impressionen von der Leipziger Buchmesse 2017

© http://www.epubli.de

Es war eine spontane Entscheidung die Leipziger Buchmesse zu besuchen. Mit überhaupt keinen großen Erwartungen meinerseits, aber trotzdem große Freude auf die kommenden Stunden haben wir (mein Freund und ich) uns am Freitag auf den Weg nach Leipzig gemacht. Da es ein spontaner Besuch war, hatten wir keine Lesungen oder anderes im Plan, wir wollten nur durch die Hallen schlendern und das ein oder andere entdecken.

Schon meine letzten Besuche der Frankfurter und Leipziger Buchmesse, endeten für mich enttäuschend. Ich glaube, dass jeder der auf eine Messe geht eine genaue Vorstellung hat von dem, was er da entdecken und sehen will. Meiner Meinung nach dient eine Messe dazu neue sowie auch zukünftige Produkte vorzustellen. Dann frage ich mich, wieso das nich auch für die Buchmessen gilt.

Auch diesmal war meine Enttäuschung am Ende des Tages groß. Obwohl ich, sowie schon erwähnt, mit überhaupt keinen großen Erwartungen auf die Messe ging war es trotzdem sehr enttäuschend für mich, bei dem einen oder anderen Stand bekannter Verlage Bücher zu sehen die schon längerer Zeit veröffentlich wurden und nur wenige bis kaum Neuerscheinungen.

Erst bei der Verlagsgruppe Randomhouse konnte ich einige coole Neuerscheinungen oder sogar Bücher, denen ich sonst in der Buchhandlung keine Beachtung geschenkt hätte. Daher einen Daumen nach oben für die Verlagsgruppe Randomhouse.

So wie auch in den letzten Jahren, waren die bekannten Verlage auf alle Hallen verteilt, was mir das Gefühl gegeben hat das die Verteilung der Stände einfach nach Zufall verteilt wurde. Auch die allgemeine Verteilung der Stände hat mich wieder irritiert, da es kein wirklich nachvollziehbares Konzept gab.  Ich wusste nicht wirklich welche Verlage welche Genres Vertreten und überhaupt ob mich das was der Verlag vertritt überhaupt interessiert. Für mich war auch dieses Jahr ein totales durcheinander. Und vor allem sind die meisten Aussteller deutlich an ihrer Präsentation gescheitert.

Ich bin kaum mit neuem Wissen raus gegangen. Ich hab kein neues Buch entdeckt, das ich nicht schon aus der Buchhandlung oder Blogs kannte. 
Auch dieses Jahr erwies sich die Leipziger Buchmesse als ein Flop, was ich leider auch nicht anders erwartet habe. 

Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt von Nicola Yoon


Original: "Everything, Everything" / 2015, Dressler Verlag, 336 seiten, gebunden, Übersetzer / -in: Simone Wiemken, Einzelband, ★★★★★ 5 von 5 Sterne, hier kaufen als Buch
Am Anfang war ein Traum. Und dann war Leben!
Wenn ihr Leben ein Buch wäre, sagt Madeline, würde sich beim Rückwärtslesen nichts ändern: Heute ist genau wie gestern und morgen wird sein wie heute. Denn Madeline hat einen seltenen Immundefekt und ihr Leben lang nicht das Haus verlassen. Doch dann zieht nebenan der gut aussehende Olly ein - und Madeline weiß, sie will alles, das ganze große, echte, lebendige Leben! Und sie ist bereit, dafür alles zu riskieren.
So hat man die Liebe noch nie gelesen! Das neue Lieblingsbuch für Töchter und ihre Mütter: Eine außergewöhnlich berührende Liebesgeschichte für Fans von Jojo Moyes und John Green mit besonderen Illustrationen, Skizzen, Notizen und E-Mails.

E I N E   K A M P F   U M   N O R M A L I T Ä T

Ich entdeckte dieses Buch letztes Jahr auf der Frankfurter Buchmesse. Das bunte Cover weckte erst mein Interesse und als ich auch den Klappentext gelesen hatte, wusste ich das ich das Buch lesen muss.
Das Buch fesselte mich schon von den ersten Seiten an. Madeleines Sicht auf die Welt ist so besonders, verspielt, naiv und liebevoll aber dennoch mit einem hauch Bitterkeit und Sehnsucht nach dem, was sie nie kennengelernt hat aber auch nie kennenlernen wird.
Madeleines Krankheit war für mich ein großer Interessepunkt und vor allem wie sie damit umgeht. Die Geschichte baute sich rund um Madeleines Krankheit und die Liebesgeschichte zwischen ihr und Olly lockert die Stimmung, sodass das Buch nicht bedrückend oder schwer wirkt. Und trotz allem, wirkt das Buch nicht kitschig, genau im Gegenteil, es bleibt realistisch und überrascht den Leser immer wieder, bis zu den letzten Seiten.
Nicola Moon hat einen sehr jugendhaften und leichten Schreibstil, der sehr gut zu unserer Protagonistin passt. Die kurzen Sätze, mit dem viele Metaphern und Vergleichen machen das Buch zu einem Lesegenuss. Die Autorin hat es geschafft, das Buch sehr emotional zu gestalten ohne dabei kitschig zu wirken, was eine wahre Kunst des Schreibens ist. Doch das besondere an Du neben mir sind nicht unbedingt die Handlung oder die Charaktere sondern die Illustrationen, Zeichnungen und Verbildlichungen, die dem Buch eine sehr persönliche Note verleihen.